Maintal: Räumung von Kampfmitteln wird fortgesetzt - das solltet Ihr beachten
Mittwoch, 14.01.2026
MAINTAL - Nach dem Fund von Kampfmittelresten im Bereich der ehemaligen Sandkaute im Wachenbucher Wald wird die Beseitigung der gefährlichen Relikte aus dem Zweiten Weltkrieg in verschiedenen Waldstücken fortgesetzt.
Seit Anfang Januar ist das mit der Räumung beauftragte Kampfmittelbeseitigungsunternehmen auf weiteren Flächen entlang der K 872 und A 66 im Einsatz.
Bislang über 5,3 Tonnen Munitionsschrott und Kampfmittel sichergestellt
Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, wurden bereits in den zurückliegenden Jahren 30 Meter breite Streifen entlang der K 872 und A 66, eine Fläche im Hanauer Stadtgebiet und diverse Bereiche im Maintaler Waldgebiet mit dem Namen „Butterbaum“ sondiert und geräumt.
Insgesamt stellte der Kampfmittelräumdienst in dieser Zeit über 5,3 Tonnen Munitionsschrott und Kampfmittel sicher. Die verbliebenen Straßenabschnitte an der Autobahn A66 und Gebiete nördlich und südlich der K 872 werden dieses Jahr geräumt. Die Arbeiten werden ca. zwei Monate andauern und sollen Ende Februar beendet sein.
Temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung
Damit die Arbeiten sicher durchgeführt werden können und das Räumpersonal gefahrlos die Straße überqueren kann, wird auf dem entsprechenden Abschnitt der K 872 wieder eine temporäre Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer eingeführt.
Die durch den Abbau von Sand und Kies entstandene Vertiefung im Wachenbucher Wald diente von den 1920er bis 1970er Jahren als Müllkippe. Aber auch Munitionsreste wurden dort nach dem Zweiten Weltkrieg gesammelt und gesprengt. Dabei wurden nicht alle Kampfmittel erfolgreich entschärft. Es gab bereits in den vergangenen Jahren Sondierungen mit zahlreichen Funden.
Aktuell ist davon auszugehen, dass die vollständige Räumung weitere zwei bis drei Jahre dauern wird. Die Kosten hierfür werden weitgehend vom Bund erstattet. Allerdings muss die Kommune zunächst in Vorleistung gehen. Daher erfolgen Sondierung und Räumung in mehreren Abschnitten.
Mit der Räumung im Jahr 2025 wurde die Grundlage geschaffen, beliebte Spazierwege im Kernbereiches wieder freizugeben. Die Spaziergängerinnen und Spaziergänger werden jedoch gebeten, die vor Ort ausgehangenen Hinweisschilder zu respektieren, diese zu beachten und nicht zu entfernen. (red)