„Seit Jahrzehnten nur geplant“

Liberale Bürgerliste Gelnhausen fordert endlich Tempo beim Hochwasserschutz

(von links): Kolja Saß und Hendrik Julius Silken setzten sich für mehr Tempo im Hochwasserschutz ein. - Foto: Liberale Bürgerliste Gelnhausen


Freitag, 27.02.2026
von Redaktion Kinzig News

GELNHAUSEN - Während Schneeschmelze und Starkregen die Pegel steigen lassen, wird die Kritik im Main-Kinzig-Kreis immer lauter: Beim Hochwasserschutz im Kinzigtal gehe es seit Jahrzehnten nicht voran. Die Liberale Bürgerliste Gelnhausen (LBGN) fordert den Main-Kinzig-Kreis in einer Pressemeldung auf, zu handeln.

Besonders im Fokus: die Rückhaltung an den Kinzig-Zuflüssen Salz und Bracht. Genau dort müsse angesetzt werden, um Städte wie Gelnhausen wirksam vor Hochwasser zu schützen. Nach Ansicht der LBGN sei seit Jahren klar, dass Rückhaltebecken und Retentionsflächen an Salz und Bracht fachlich sinnvoll und notwendig sind. Dennoch passiere zu wenig.

Kritik an Bürokratie: „Verzögerung angesichts zunehmender Extremwetterlagen nicht länger verantwortbar“

„Wer die Sicherheit von Menschen, deren Eigentum und der öffentlichen Infrastruktur ernst nimmt, muss endlich strukturelle Lösungen schaffen“, betont Hendrik Silken für die LBGN. Die Projekte würden seit Jahrzehnten diskutiert – umgesetzt seien sie bis heute nicht.

Tatsächlich zeigen aktuelle Hochwasserlagen erneut, wie verwundbar Kommunen entlang der Kinzig sind. Problematisch: Schutzmaßnahmen in einer Stadt könnten die Lage flussabwärts sogar verschärfen. Deshalb sei Hochwasserschutz am effektivsten dort, wo das Wasser entsteht, so die LBGN. 

Liberale Bürgerliste Gelnhausen: „Extremwetter nimmt zu“

Auch Kolja Saß mahnt Tempo an. Naturschutzrechtliche Prüfungen seien wichtig, dürften aber nicht dazu führen, dass notwendige Schutzmaßnahmen faktisch blockiert würden. bereits 2019 hatte der frühere Landrat Erich Pipa das aus seiner Sicht schleppende Verfahren der Landesbehörden kritisiert. 

Die LBGN verlangt nun, der Kreis müsse beim Land Hessen stärker Druck machen, Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen und Fördermittel von Bund und Land konsequent einwerben. Angesichts zunehmender Starkregen- und Hochwasserereignisse brauche es endlich eine umsetzungsstarke Hochwasserpolitik, so die Forderung. Ziel müsse ein Konzept sein, das Natur- und Artenschutz mit dem Schutz von Wohngebieten, Gewerbe und Infrastruktur verbindet.

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