Eintracht Frankfurt plant Millionen-Deal mit diesem Boss
Freitag, 27.02.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Um den langfristigen Erfolg abzusichern, setzt Eintracht Frankfurt auf Stabilität in der Führungsetage: Vorstandssprecher Axel Hellmann soll seinen Vertrag vorzeitig verlängern und dafür mit einem hoch dotierten Arbeitspapier ausgestattet werden.
Die Adler befinden sich derzeit in einer Phase des Umbruchs. Während der neue Trainer Albert Riera die Mannschaft sportlich stabilisieren soll und am kommenden Sonntag gegen Freiburg unter Zugzwang steht, werden im Hintergrund die strukturellen Weichen gestellt.
Wie die Bild berichtet, plant Aufsichtsrats-Chef Mathias Beck, die Zusammenarbeit mit Axel Hellmann langfristig auszudehnen. Konkrete Verhandlungen über das neue Vertragswerk sind demnach für die Zeit rund um Ostern angesetzt. Der aktuelle Kontrakt des 55-Jährigen ist zwar noch bis Sommer 2027 gültig, doch die Verantwortlichen streben eine vorzeitige Bindung an, um Ruhe in die Vereinsführung zu bringen.
Ein 15-Millionen-Paket für den Vorstandssprecher
Das Angebot, das derzeit im Raum steht, unterstreicht die Bedeutung Hellmanns für den Bundesligisten. Diskutiert wird über eine Laufzeit von fünf Jahren bei einem jährlichen Fixgehalt von rund drei Millionen Euro. Rechnet man die Vertragslaufzeit sowie potenzielle Bonuszahlungen und Prämien zusammen, beläuft sich das Gesamtvolumen des Deals auf etwa 15 Millionen Euro.
Trotz dieser enormen Summe und der angestrebten langfristigen Bindung soll sich an der internen Aufgabenverteilung wenig ändern. Hellmann wird nach aktuellem Stand auf eigenen Wunsch weiterhin als Vorstandssprecher fungieren und nicht zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigen. Damit teilt er sich die strategische Verantwortung weiterhin mit seinen Kollegen, anstatt die alleinige sportliche Leitung zu beanspruchen – eine Entscheidung, die auch vom Aufsichtsrat ausdrücklich begrüßt wird.
Zwischen Fan-Kritik und sportlichem Erfolgsdruck
Die geplanten Verhandlungen finden jedoch in einem spannungsgeladenen Umfeld statt. Erst Ende Januar geriet Hellmann in das Visier der Frankfurter Ultras, die der Führungsetage Vetternwirtschaft vorwarfen und die hohen Gehälter der Vorstände kritisierten. In einem Statement der Anhänger wurde explizit moniert, dass die Vertragsgespräche ausgerechnet in einem Jahr anstehen, in dem enge Vertraute wie Mathias Beck die Verhandlungen führen.
Die Vereinsführung setzt darauf, dass die Wogen innerhalb der Fanszene durch sportliche Erfolge geglättet werden können. Ein Sieg im anstehenden Heimspiel gegen Freiburg wäre in diesem Zusammenhang nicht nur für die Tabelle wichtig, sondern könnte auch die nötige Akzeptanz für die kostspielige Personalentscheidung in der Chefetage schaffen.