Autofahrer aufgepasst

Zeitumstellung steht bevor: Welche Gefahren für Autofahrer lauern

Gefahren bei Zeitumstellung. (Symbolfoto) - Foto: ADAC Presse


Samstag, 28.03.2026
von Redaktion Kinzig News

DEUTSCHLAND - In der Nacht zum Sonntag, 29. März, werden die Uhren um 2 Uhr eine Stunde vorgestellt. Für Autofahrer hat das Folgen: In den Tagen danach kann nicht nur Müdigkeit zum Problem werden, auch das Risiko von Wildunfällen in den Morgenstunden steigt.

Mit der Umstellung auf die Sommerzeit verschiebt sich für viele Menschen der Tagesrhythmus. Nicht jeder verkraftet die verlorene Stunde gleich gut. Müdigkeit und fehlende Konzentration können in den Tagen danach auch im Straßenverkehr eine Rolle spielen. Wie der ADAC Hessen-Thüringen mitteilt, sollten Autofahrer nach der Zeitumstellung besonders aufmerksam unterwegs sein und sich nicht übermüdet ans Steuer setzen. Gerade in den ersten Tagen könne der veränderte Schlafrhythmus die Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen.

Müdigkeit und Unachtsamkeit werden zum Risiko

Für manche fällt die Umstellung kaum ins Gewicht, andere reagieren deutlich sensibler. Wer schlechter schläft oder sich morgens schwerer konzentrieren kann, sollte im Verkehr vorsichtiger fahren und mehr Reserven einplanen.

Um die innere Uhr schneller an die Sommerzeit zu gewöhnen, rät Verkehrsexperte Wolfgang Herda zu Bewegung an der frischen Luft. Auch ein früheres Zubettgehen in den Tagen vor der Umstellung kann helfen.

Wildwechsel trifft auf Berufsverkehr

Zusätzlich steigt rund um die Zeitumstellung die Gefahr von Wildunfällen. Der Grund: Tiere sind in den frühen Morgenstunden weiter zu ihren gewohnten Zeiten unterwegs, während sich für Autofahrer durch die vorgestellten Uhren der Berufsverkehr verschiebt.

Besonders kritisch sind nach den Angaben die Stunden zwischen 6 und 9 Uhr. Vor allem auf Landstraßen an Wald- und Feldrändern kann es dann häufiger zu gefährlichen Situationen kommen. In Hessen kamen im Jagdjahr 2024/2025 insgesamt 13.740 Stück Schalenwild im Straßenverkehr ums Leben, darunter 12.004 Rehe.

Weniger Tempo kann entscheidend sein

Ein geringeres Tempo kann im Ernstfall den Unterschied machen. Schon eine Reduzierung von 80 auf 60 km/h verkürzt den Anhalteweg deutlich. Gerade auf Strecken mit Wildwechsel-Warnschildern sollten Autofahrer deshalb besonders aufmerksam bleiben.

Hinzu kommt, dass im Frühjahr junge Böcke auf Reviersuche unterwegs sind und Straßen unvermittelt queren können. Vor allem im April und Mai steigt dadurch das Risiko weiterer Zusammenstöße.

So sollten Autofahrer reagieren

Tauchen Tiere am Straßenrand oder auf der Fahrbahn auf, gilt: abbremsen, hupen und das Licht abblenden. Riskante Ausweichmanöver sollten vermieden werden, weil sie schnell zu schwereren Unfällen mit Gegenverkehr oder durch ein Abkommen von der Straße führen können.

Wer ein Tier sieht, sollte zudem damit rechnen, dass weitere folgen. Ist ein Zusammenstoß nicht mehr zu verhindern, sollte das Lenkrad möglichst gerade gehalten und stark gebremst werden. Nach einem Wildunfall müssen die Unfallstelle gesichert sowie Polizei und Jäger informiert werden.

Bescheinigung für die Versicherung wichtig

Für die Regulierung mit der Versicherung wird eine Wildunfallbescheinigung benötigt. Diese wird in der Regel direkt vor Ort von Polizei oder Jagdpächter ausgestellt.

Wichtig ist außerdem: Verletzte oder tote Tiere dürfen nicht mitgenommen werden. Wer das trotzdem tut, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei. (red)

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