Eintracht Frankfurt: Sportboss Krösche mit knallharter Riera-Forderung
Montag, 30.03.2026
von Redaktion Kinzig News
FRANKFURT AM MAIN - Bei Eintracht Frankfurt steht Trainer Albert Riera sportlich schon früh unter Druck. Sportvorstand Markus Krösche hat dem Coach nun zwar öffentlich den Rücken gestärkt. Entscheidend für die Zukunft des Spaniers soll aber schon bald vor allem sein, wie sich die Mannschaft spielerisch entwickelt.
Albert Riera ist bei Eintracht Frankfurt zwar noch nicht lange im Amt, steht aber bereits in der Kritik. Der Grund liegt vor allem in den zuletzt wenig überzeugenden Auftritten der Mannschaft, der im Spiel mit Ball nach außen hin Ideen, Tempo und Klarheit fehlten.
Wie der Sportvorstand beim F.A.Z.-Kongress verdeutlichte, werde der Trainer kurzfristig nicht allein am nackten Ergebnis gemessen. „Albert wird nicht gemessen daran, was am Ende dieser Saison dabei rauskommt“, sagte Krösche. Entscheidend sei vielmehr, „wie wir Fußball spielen“.
Rückenwind auf Zeit
Damit stärkt Krösche seinem Trainer zunächst den Rücken. Der Frankfurter Sportchef signalisiert, dass die Bewertung von Rieras Arbeit nicht allein an Tabellenplatz oder Punktzahl aufgehängt werden soll, sondern an der erkennbaren Entwicklung der Mannschaft.
Genau darin liegt aber auch der Maßstab für die nächsten Wochen. Denn Krösche verbindet seine Rückendeckung mit einer klaren Erwartung: Die Eintracht soll im Saisonendspurt die internationalen Plätze angreifen, zugleich aber vor allem im Spielstil Fortschritte zeigen.
Der Sommer wird zum Prüfpunkt
Noch ist Riera für Krösche kein Fall für eine frühe Grundsatzdebatte. Der Sportvorstand betont, Trainerarbeit lasse sich nur mittel- bis langfristig bewerten. Spätestens nach der Saison dürfte damit aber eine erste ernsthafte Zwischenbilanz anstehen.
Dann wird sich zeigen, ob die Eintracht unter dem neuen Coach tatsächlich eine erkennbare Handschrift entwickelt hat. Nicht die bloße Außendarstellung, sondern Struktur, Galligkeit und Überzeugung auf dem Platz dürften dann den Ausschlag geben.
Krösche lobt, doch die Zweifel bleiben
Öffentlich findet Krösche für Riera weiter positive Worte. Er beschreibt den Trainer als überzeugt von seiner Arbeit und hebt hervor, dass er mit der Mannschaft gut klarkomme. Ganz verschwunden sind die Fragezeichen damit aber nicht.
Rund um die Eintracht werden laut dem Bericht zuletzt auch Stimmen lauter, wonach es erste Spannungen im Binnenverhältnis zwischen Trainer und Team geben könnte. Noch ist das kein offener Bruch, aber ein Thema, das die sportliche Bewertung im Sommer zusätzlich aufladen dürfte. (red)