Mehr Tiere im Visier

Hessen lockert Jagdrecht ab 1. April – mehr Abschüsse erlaubt

Ab heute können Waschbären und Nutrias in Hessen leichter gejagd werden. (Symbolbild) - Foto: Juergen57BS/pixabay


Mittwoch, 01.04.2026
von Redaktion Kinzig News

HESSEN - In Hessen treten zum 1. April neue Regeln für die Jagd in Kraft, die es in sich haben: Füchse, Waschbären und Nutrias dürfen künftig fast das ganze Jahr über geschossen werden.

Die neue Regelung bringt vor allem eines: mehr Spielraum. Nach Angaben von Landwirtschaftsminister Ingmar Jung sollen die Jagdzeiten „praxisgerechter“ werden. Ziel sei es auch, Eigentum zu schützen und die Jagd effizienter zu machen. Konkret bedeutet das: Arten wie Fuchs, Waschbär oder Nutria dürfen nun ganzjährig bejagt werden – allerdings nur, solange sie keine unselbstständigen Jungtiere versorgen.

Fokus auf „Problemtierarten“: Waschbären und Nutrias

Vor allem sogenannte invasive Arten stehen im Fokus. Waschbären und Nutrias haben sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt. Jäger hoffen, ihre Bestände so besser kontrollieren zu können. Aus ihrer Sicht bedrohen diese Tiere heimische Arten wie etwa das Rebhuhn. Deshalb begrüßen viele die neuen Regeln ausdrücklich.

Ganz anders sehen das Umweltverbände wie BUND und NABU. Sie warnen vor einer Ausweitung der Jagd ohne klare ökologische Grundlage. Besonders kritisch sehen die Verbände, dass auch Arten wie Elstern und Rabenkrähen länger bejagt werden dürfen. Ein klarer negativer Einfluss dieser Vögel auf Singvogelbestände sei nicht belegt.

Neue Technik bei der Fallenjagd

Statt mehr Jagd fordern BUND und NABU vor allem eines: bessere Lebensräume für bedrohte Arten, etwa durch mehr Strukturvielfalt in der Landschaft. Auch bei der Fallenjagd gibt es Änderungen. Künftig müssen Fallen nicht mehr täglich vor Ort kontrolliert werden – vorausgesetzt, sie sind mit einem elektronischen Meldesystem ausgestattet.

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