Tierschützer machen zwei tragische Katzenfunde: Für ein Tier kommt jede Hilfe zu spät
Samstag, 02.05.2026
von Redaktion Kinzig News
MÜNZENBERG - Zwei Katzenfunde an der A45 bei Münzenberg sorgen beim Tierheim Butzbach und bei Tierfreunden in Mittelhessen für Entsetzen. Wie op-online unter Berufung auf Beiträge des Tierheims berichtet, wurden innerhalb weniger Tage zwei Katzen im Bereich der Autobahn entdeckt. Für eines der Tiere endete die Rettungsaktion tragisch.
Der erste Fall ereignete sich demnach bereits am 15. April auf der A45 zwischen Gießen und dem Gambacher Kreuz. Das Tierheim Gießen erhielt eine Meldung über eine angefahrene Katze auf dem Standstreifen. Nach einer Suche wurde das Tier im Bereich der Ausfahrt Münzenberg gefunden und zum Tierarzt gebracht. Die Verletzungen waren jedoch so schwer, dass die Katze eingeschläfert werden musste.
Roter Kater mit Decke an der Ausfahrt gefunden
Nur wenige Tage später kam es erneut zu einem Einsatz. Wieder wurde im Bereich der Ausfahrt Münzenberg eine Katze gemeldet, diesmal ein roter Kater. Besonders belastend für die Helfer: Das Tier wurde nach Darstellung des Tierheims zusammen mit einer Decke gefunden. Deshalb geht das Tierheim davon aus, dass der Kater dort bewusst ausgesetzt wurde.
Die Sorge war entsprechend groß. Nach dem tödlichen Ausgang des ersten Falls befürchteten die Helfer, auch den zweiten Kater nicht rechtzeitig sichern zu können. Erst am Abend gegen 22 Uhr ging das Tier in eine aufgestellte Lebendfalle.
Tier übersteht gefährliche Stunden an der Autobahn
Der rote Kater hatte nach Angaben des Tierheims Glück. Er überstand die Zeit an der Autobahn weitgehend unversehrt. Festgestellt wurden demnach vor allem großer Hunger, einige Zecken und kleinere Wunden am Hals.
Für das Tierheim bleibt der Fall trotzdem hochproblematisch. Eine Autobahn ist für ausgesetzte Tiere lebensgefährlich. Zugleich kann ein Tier auf dem Standstreifen auch für Autofahrer zur Gefahr werden, wenn es auf die Fahrbahn läuft oder Menschen versuchen, spontan anzuhalten.
Tierheim bittet Autofahrer um Vorsicht
Weil nicht ausgeschlossen werden könne, dass weitere Katzen im Bereich der A45 ausgesetzt wurden, bittet das Tierheim Autofahrer laut Bericht um besondere Aufmerksamkeit rund um die betroffene Stelle.
Der Fall zeigt erneut, wie brutal das Aussetzen von Haustieren enden kann. Für eine Katze kam jede Hilfe zu spät. Der gerettete Kater hatte nur deshalb eine Chance, weil Hinweise eingingen, Helfer suchten und die Falle schließlich rechtzeitig zuschnappte. (red)