Während der Urteilsverkündung ausgetickt

Landgericht Hanau in Schockstarre: Angeklagter verletzt Staatsanwältin und Justizwachtmeister

Schock am Landgericht Hanau: Während einer Urteilsverkündung hat am Mittwoch ein Angeklagter eine Staatsanwältin angegriffen - dabei sind auch zwei Justizwachtmeister verletzt worden. - Symbolbild: KN/Jonas Wenzel (Yowe)


Donnerstag, 21.05.2026

HANAU - Schock am Landgericht Hanau: Während einer Urteilsverkündung hat am Mittwoch ein Angeklagter eine Staatsanwältin angegriffen - dabei sind auch zwei Justizwachtmeister verletzt worden.

Schuldig gesprochener Angeklagte schlägt auf Staatsanwältin ein


Wie es aus dem Landgericht Hanau heißt, sei der mit Handschellen gefesselte Angeklagte, nachdem er unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung schuldig gesprochen wurde, plötzlich über seinen Tisch gesprungen, auf die Staatsanwältin zugestürmt und habe auf deren Kopf eingeschlagen.

Die vier im Saal eingesetzten Wachtmeister reagierten unmittelbar, wobei einer die Attacke dadurch beenden konnte, dass er den Angeklagten in den "Schwitzkasten" nahm und von der Staatsanwältin wegzog. Der Angeklagte wurde zunächst in die Präsenzzelle gebracht.

Prellungen und Schürfwunden erlitten


Die Staatsanwältin erlitt eine Schädelprellung, eine HWS-Distorsion, Schürfwunden an beiden Händen, eine Prellung am Unterarm und eine Prellung am Handgelenk. Zwei Wachtmeister erlitten leichte Verletzungen. Die Staatsanwältin wurde medizinisch versorgt, knöcherne Verletzungen konnten nicht festgestellt werden.

Etwa eine Stunde nach dem Vorfall konnte die Urteilsverkündung unter Polizeipräsenz beendet werden.

Das sagt Hessens Justizminister


"Der Angriff auf die Staatsanwältin und die Wachtmeister macht mich fassungslos. Sie sind, wie viele Menschen auch, tagtäglich im Einsatz für den Rechtsstaat und sorgen dafür, dass wir in Hessen sicher leben können", sagt Hessens Justizminister Christian Heinz.

Eines müsse klar sein: "Wer Justizmitarbeiter angreift, greift den Rechtsstaat an. Meine Gedanken sind bei den Beamten. Ich hoffe sehr, dass sie sich von dem Angriff schnell erholen ..." (red)

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