Nach tödlichem Unfall an Windenergieanlage: Montagefehler offenbar die Ursache
Dienstag, 23.06.2026
BIRSTEIN - Nach dem tödlichen Arbeitsunfall an einer Windenergieanlage bei Birstein, der sich am 25. Februar ereignete, liegen der Staatsanwaltschaft Hanau und der Polizei nun belastbare Erkenntnisse zum Unfallgeschehen vor.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stand die Frage nach der Ursache und dem genauen Hergang des Unglücks, bei dem zwei Arbeiter im Alter von 32 Jahren ums Leben kamen. Sie befanden sich in einer speziell konstruierten Arbeitsbühne und waren mit dieser aus gut 60 Metern Höhe in die Tiefe gestürzt.
Montagefehler offenbar ursächlich
Die Ergebnisse der Untersuchungen eines noch am gleichen Tag beauftragten Sachverständigen liegen nunmehr vor. "Dem Gutachten zufolge konnten keine technischen Defekte oder ein Materialversagen festgestellt werden. Die Auswertung der gesicherten Spuren legt nahe, dass es zu einem Montagefehler durch einen der verunglückten Arbeiter gekommen ist", teilen Staatsanwaltschaft und Polizei mit.
"Befestigung versagte"
"Eine von drei manuell zu tätigenden Schraubverbindungen, mit denen die Arbeitsbühne ringsum an den Elementen des Windradturms fixiert wird, wurde demnach fehlerhaft ausgeführt. Nach Entfernen der Kranketten wird das Gewicht der Arbeitsbühne grundsätzlich von den drei Befestigungen getragen, aufgrund der fehlerhaft montierten Verbindung versagte die Befestigung und es kam zum Unfallgeschehen", heißt es aus dem Polizeipräsidium Südosthessen.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Polizei seien damit hinsichtlich der Unfallursache weitestgehend abgeschlossen. (red)