Mobile Schranke wird installiert

So will die Stadt Hanau dem Durchgangsverkehr in Klein-Auheim an den Kragen gehen

Mit der Einrichtung einer mobilen Schranke nördlich der Einmündung Dieselstraße Ecke Siemensstraße startet die Stadt Hanau am Montag, 29. Juni, den zweiten Verkehrsversuch zur Verringerung des Durchgangsverkehrs. - Foto: Stadt Hanau/Moritz Göbel


Mittwoch, 24.06.2026

HANAU - Mit der Einrichtung einer mobilen Schranke nördlich der Einmündung Dieselstraße / Ecke Siemensstraße startet die Stadt Hanau am Montag, 29. Juni, den zweiten Verkehrsversuch zur Verringerung des Durchgangsverkehrs in der Mainzer Straße und Obergasse im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim.

Mit dem auf drei Monate angelegten Versuch „Netzunterbrechung“ soll untersucht werden, wie sich eine weitgehende Unterbindung des Durchgangsverkehrs auf die Verkehrssituation vor Ort auswirkt.

Verkehrsversuch startet am 29. Juni


„Mit dem zweiten Verkehrsversuch prüfen wir eine deutlich weitergehende Maßnahme, die den Durchgangsverkehr nahezu vollständig aus dem betroffenen Bereich herausnimmt“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Nur wenn wir die Auswirkungen verschiedener Ansätze unter realen Bedingungen testen, können wir eine fundierte Entscheidung über die zukünftige Gestaltung des Straßenraums treffen.“

Hintergrund der Versuche ist eine Verkehrsuntersuchung für die Mainzer Straße und Obergasse in Klein-Auheim, deren Ergebnisse im November 2024 im Rahmen einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt wurden. Diese zeigte, dass die beiden Straßen vom Durchgangsverkehr belastet werden.

Strecke dient als Abkürzung


Rund 60 Prozent der Fahrzeuge nutzen die Strecke als Abkürzung, obwohl sie weder Ziel noch Quelle ihrer Fahrt in diesem Stadtteil haben. Trotz eines bestehenden Lkw-Durchfahrtsverbots liegt zudem der Anteil des Schwerverkehrs bei etwa fünf Prozent. Wegen der teilweise sehr schmalen Gehwege in der Obergasse führt dies vor allem hier zu einer unbefriedigenden Situation für Fußgängerinnen und Fußgänger.

„Die Untersuchung hat deutlich gemacht, dass wir den Durchgangsverkehr reduzieren müssen, um die Verkehrssicherheit in der Mainzer Straße und Obergasse nachhaltig zu verbessern“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley. „Vor allem für Fußgängerinnen und Fußgänger ist die aktuelle Situation aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens und der engen Straßenräume eine Herausforderung.“

Mobile Schranke wird installiert


Beim zweiten Verkehrsversuch wird nun eine mobile Schrankenanlage nördlich der Einmündung Dieselstraße / Ecke Siemensstraße installiert. Dadurch soll der Kfz-Durchgangsverkehr über die Mainzer Straße und Obergasse nahezu vollständig unterbunden werden. Die Schranke öffnet ausschließlich für Linienbusse sowie Rettungsdienste.

Für den Fuß- und Radverkehr ergeben sich keine Einschränkungen. Fahrradschutzstreifen und Gehweg in der Dieselstraße bleiben weiterhin nutzbar. Auch der Sportplatz des Vereins FC Alemannia Klein-Auheim 1916 bleibt für den Kfz-Verkehr aus Richtung Obergasse erreichbar. Die Umleitung des Kfz-Verkehrs zwischen Klein-Auheim und Großauheim erfolgt über die Seligenstädter Straße. (red)

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