Klare Worte von Axel Hellmann

"War Aufgabe nicht gewachsen": Eintracht-Boss zerlegt Ex-Trainer Riera

Ex-Trainer Albert Riera ist immer noch Thema bei der Frankfurter Eintracht - Symbolbild: pixabay


Mittwoch, 08.07.2026
von Redaktion Kinzig News

FRANKFURT AM MAIN - Albert Riera lässt die Frankfurter Eintracht einfach nicht los. 

Auch mehr als zwei Monate nach seiner Entlassung ist der Ex-Trainer immer noch Thema bei der Eintracht. Jetzt hat sich Vorstandssprecher Axel Hellmann in einem Interview über die Zusammenarbeit mit dem extrovertierten Spanier geäußert - und dabei klare Worte gefunden. 

Der Grundtenor seiner Aussagen: Die Verpflichtung Rieras sei ein riesiger Fehler gewesen. Er sei  seiner Aufgabe bei der Eintracht einfach nicht gewachsen gewesen. "Eintracht Frankfurt ist ein großer, emotionaler, wuchtiger Klub mit einem gewachsenen Medienumfeld, der in den letzten Jahren sehr erfolgreich war. Wir hatten die Vorstellung, dass er all diese Herausforderungen meistern würde", sagte Hellmann gegenüber der F.A.Z. 

Unruhe auf und neben dem Platz 

Deshalb sei er zu Beginn auch überzeugt von der Idee gewesen, den bis dato unbeschriebenen Trainer an den Main zu holen. Man habe jemanden gewollt, der die Sachen anders anpacke als der zuvor gefeuerte Dino Toppmöller. Unter ihm seien viele Dinge festgefahren gewesen, er und die Mannschaft hätten sich ineinander verkeilt. "Unter dieser Annahme habe ich dann gesagt, jawohl, lass uns diesen etwas aggressiveren Akzent setzen."

Wie aggressiv dieser Akzent aber im Endeffekt ausfallen würde, darüber war man bei der Eintracht dann doch überrascht. Riera trat schnell als extrovertierter Selbstdarsteller auf, der vor allem mit markigen Sprüchen von sich Reden machte. Sportlich ging es nach einem ordentlichen Start schnell bergab. Mit seinen Entscheidungen und seiner Menschenführung brachte er zudem beinahe den gesamten Kader gegen sich auf. Selbst der sonst so besonnene Jonathan Burkhardt ließ sich im Live-TV zu einer Beleidigung gegen seinen Trainer hinreisen. "Ich war überrascht, wie wenig er bereit war, sich mit der Bundesliga, diesem Klub und dem ganzen Umfeld auseinanderzusetzen", sagt Hellmann im Rückblick. 

All dies sei auch Clubs, Beratern und Spielern außerhalb Frankfurts negativ aufgefallen. Der Ruf der Eintracht als ruhiger Entwicklungsort für vielversprechende Talente habe darunter gelitten. "Der Kommunikationsstil von Riera ging weit über unsere Landesgrenzen hinaus. Wir müssen im nationalen und internationalen Spielermarkt wieder das Vertrauen stärken, dass Eintracht Frankfurt der richtige Klub mit stabilen Verhältnissen auf der Trainerposition ist", so Hellmann. 

Das soll mit Adi Hütter nun wieder gelingen. Dem Österreicher, der die Eintracht 2021 verließ und nun zum zweiten Mal am Main anheuerte, attestiert Hellmann eine "ganz andere Geschmeidigkeit, Eloquenz und Ausstrahlung." Er wisse, was nun zu tun sei. 

Keinerlei Selbstkritik von Riera

Von Riera hingegen gibt es auch Wochen nach dem Ende seines dreieinhalbmonatigen Intermezzos kein Wort der Selbstkritik. Ganz im Gegenteil: Die Eintracht sei nicht bereit für ihn gewesen und hätte nicht zu ihm gepasst. Auch die Bundesliga sei insgesamt um einiges schlechter als er erwartet hätte. Es gebe keinen einzigen Spieler von der Eintracht, den er zu seinem nächsten Verein mitnehmen würde. 

Albert Riera sagt also weiter Albert-Riera-Sachen. Bei der Eintracht hofft man in der neuen Saison auf weniger Worte und mehr Taten. 

Neues Beliebtes
    Kontakt
    Kinzig.News Redaktion:
    Telefon:06051 833 712
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.News Vertrieb:
    Telefon:06051 833 711
    E-Mail: [email protected]
    Kinzig.Termine