Nach Sturzpech: Team Bad Orb verteidigt Rang sechs in der Bundesliga
Dienstag, 28.07.2026
BAD ORB / HANNOVER - Trotz eines dramatischen Rennverlaufs hat das Team SYNERGY beim Bundesliga-Rennen im Rahmen der „Finals 2026“ in Hannover den sechsten Platz in der Gesamtwertung der 1. Triathlon-Bundesliga verteidigt ...
Ein schwerer Radsturz von Sarah Walter in aussichtsreicher Position warf die Mannschaft früh zurück. Am Ende belegten die Bad Orberinnen Rang zwölf und bleiben damit weiterhin in einer hervorragenden Ausgangsposition für die verbleibenden Saisonrennen.
Rennen beginnt vielversprechend
Vor einem Millionenpublikum, das den Wettkampf live im ZDF verfolgte, begann das Rennen vielversprechend. Sarah Walter hatte sich bereits nach der ersten Radrunde in der Spitzengruppe etabliert und lag auf Kurs zu einem Top-Ergebnis. In der dritten Radrunde dann der Schock: Walter stürzte gemeinsam mit vier weiteren Athletinnen und musste das Rennen noch vor den laufenden TV-Kameras aufgeben. Damit verlor das Team seine aussichtsreichste Punktesammlerin des Tages.
„Bis zum Sturz von Sarah lief alles nach Plan. Danach war das Rennen für uns kaum noch zu retten. Zum Glück geht es Sarah den Umständen entsprechend wieder gut“, berichtet Teammanager Adi Kohr.
Mannschaft lässt sich nicht entmutigen
Die Mannschaft ließ sich von dem Rückschlag jedoch nicht entmutigen.
Bundesliga-Debütantin Hanna Foltyniewicz hatte zunächst Schwierigkeiten,
sich im hektischen und körperbetonten Schwimmen zu behaupten. Im
weiteren Rennverlauf spielte die Polin jedoch ihre große Laufstärke
eindrucksvoll aus. Mit der achtbesten Laufzeit des gesamten Feldes
arbeitete sie sich noch bis auf Rang 29 nach vorne und empfahl sich
eindrucksvoll für weitere Bundesliga-Einsätze.
Auch Leonie Hauser
zeigte eine gute Vorstellung. Auf dem Rad schloss sie die Lücke zur
zweiten Verfolgergruppe und belegte am Ende den 39. Platz. „Mit dem
Rennen bin ich ganz zufrieden. Im Moment suche ich allerdings noch meine
Schwimmform – die ist mir irgendwie verloren gegangen“, sagte die
Österreicherin mit einem Augenzwinkern.
Alice Riebler kämpft sich durch
Alice Riebler musste
dagegen unter denkbar schwierigen Voraussetzungen ins Rennen gehen. Nach
tagelangen Magenproblemen, die sie sich vermutlich beim
Bundesliga-Wettkampf in Tübingen durch das Neckarwasser zugezogen hatte,
fehlte ihr die gewohnte Energie. Dennoch kämpfte sie sich mit großem
Einsatz über die gesamte Distanz und sammelte als 48. noch wichtige
Punkte für das Team.
Den Tagessieg sicherte sich das Team Saar/Viernheim vor den Mannschaften aus Köln und Potsdam. Gleichzeitig wurden im Rahmen der „Finals“ die Deutschen Meisterschaften ausgetragen. Den Titel gewann Olympiasiegerin Laura Lindemann, die 2024 mit der deutschen Mixed-Team-Relay in Paris Gold geholt hatte. Silber sicherte sich Julia Bröcker, Bronze ging an Selina Klamt. (red)

