MAIN-KINZIG-KREIS
"Die enorme Gestaltungskraft unseres Landkreises ist auf vielfältige Weise sichtbar"
Foto: MKK-Pressestelle
Donnerstag, 01.01.2026
"Liebe Bürgerinnen und Bürger im Main-Kinzig-Kreis,
zunächst wünsche ich Ihnen ein gutes, gesundes und glückliches Jahr 2026 – verbunden mit einem optimistischen Blick in die Zukunft. Wir im Main-Kinzig-Kreis haben allen Grund dazu, um mit Zuversicht auf das neue Jahr zu blicken, denn trotz großer internationaler und nationaler Herausforderungen ist vieles bei uns vor Ort in Bewegung.
So hat der Kreistag noch im Dezember den Haushalt 2026 mit breiter Mehrheit beschlossen und damit ein klares Signal zur Stärkung und Weiterentwicklung unseres Landkreises gegeben. Alleine für das neue Jahr enthält der Haushalt Rekordinvestitionen in einer Größenordnung von 105 Millionen Euro in die Infrastruktur zwischen Maintal und Sinntal.
Bildung und Schule sind Investitionsschwerpunkte
Investitionsschwerpunkt ist der Bereich Bildung und Schule: Hier stehen 2026 und in den darauffolgenden Jahren sogar 363 Millionen Euro an Finanzmitteln zur Verfügung – so viel wie noch nie in der Geschichte unseres Landkreises. Dabei geht es um Sanierungen, den Ganztagsausbau sowie Neu- und Erweiterungsbauten im Schulbereich. Der Neubau einer Oberstufe an der Bertha-von-Suttner-Schule in Nidderau, die Stärkung des gesamten Schulstandortes Maintal, der Bau einer neuen Grundschule in Erlensee, der Ersatzneubau der Brückenschule in Bruchköbel oder der Erweiterungsbau für die Brüder-Grimm-Schule in Steinau sind nur einige Beispiele für die laufenden Großprojekte an unseren Schulen.
Glasfaserausbau stärkt Wohn-und Wirtschaftsstandort
Fortgesetzt werden auch unsere millionenschweren Investitionen in den Glasfaserausbau: Rund 270 Millionen Euro werden wir hier bis Ende 2028 investieren und in insgesamt 19 Städten und Gemeinden den Glasfaserausbau eigenverantwortlich voranbringen. Damit machen wir den Wohn- und Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft. Und insbesondere die Städte und Gemeinden in den ländlichen Regionen unseres Landkreises, im Spessart, im Vogelsberg und im Bergwinkel, profitieren hiervon. Es gibt in ganz Hessen kein vergleichbares Projekt und das zeigt, dass Politik im Main-Kinzig-Kreis von Gestaltungskraft und Verantwortungsbereitschaft geprägt ist.
Verantwortung für Pflege und medizinische Versorgung
Verantwortung übernehmen wir auch für die Sicherstellung einer guten medizinischen und pflegerischen Versorgung der Menschen. Ich mache das an drei Handlungsfeldern deutlich: Der Main-Kinzig-Kreis betreibt eigene Alten- und Pflegezentren mit 14 Standorten, bekennt sich zu den Krankenhausstandorten der Main-Kinzig-Kliniken in Gelnhausen und Schlüchtern und hat mit der Gründung der Akademie für Gesundheit und Pflege die Grundlage dafür geschaffen, um den notwendigen Nachwuchs im medizinischen und pflegerischen Bereich verstärkt auszubilden.
Für die gemeinnützige GmbH geht es nach der erfolgreichen Eröffnung des neuen Physio-Campus und dem Erwerb eines Nachbargrundstücks nun um die Arbeiten für den Erweiterungsbau am Bildungshaus in Gelnhausen. In der neuen Akademie erweitern wir die Ausbildungsplätze für bis zu 800 Nachwuchskräfte im Bereich der Pflege, aber auch in weiteren Gesundheitsberufen.
Beispiel unserer Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung ist auch die Rettung des insolventen Medizinischen Versorgungszentrums in der Gemeinde Großkrotzenburg durch unsere Main-Kinzig-Kliniken. Dadurch leisten wir einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der hausärztlichen Versorgung und dem Ausbau der fachärztlichen Versorgung in der Gemeinde.
Investitionen in Kliniken Gelnhausen und Schlüchtern
Mit dem neuen Haushalt stellen wir zudem Finanzmittel in Höhe von sechs Millionen Euro zur Verfügung, um Investitionen in unsere Main-Kinzig-Kliniken zu unterstützen: Diese Investitionen stehen für den Ausbau der zentralen Notaufnahme einschließlich Neustrukturierung der Anästhesie in Gelnhausen, den Umbau der Inneren Medizin in Schlüchtern sowie den Aufbau einer geriatrischen Tagesklinik in der Bergwinkel-Stadt bereit. Und die Menschen können sich darauf verlassen, dass es mit mir als Landrat keine Privatisierung der Kliniken geben wird und beide Krankenhausstandorte (Gelnhausen und Schlüchtern) erhalten bleiben.
Azubi-Campus zur Fachkräftesicherung
Mit dem Bau des zentralen Azubi-Campus in der Gemeinde Linsengericht setzt der Main-Kinzig-Kreis neue Impulse für Arbeit, Ausbildung und Fachkräftesicherung. Mit diesem Wohnbauprojekt geben wir den hiesigen Unternehmen ein überzeugendes Argument an die Hand, dass sich Auszubildende für eine Stelle im Kreisgebiet entscheiden. Wir erleichtern auf der anderen Seite den jungen Menschen den Weg in die Eigenständigkeit und die Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Nach der Fertigstellung im Frühjahr 2027 hat das Gebäude Platz für rund 150 Auszubildende und Blockschüler.
Den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken
Und mindestens genauso wichtig wie die Umsetzung all dieser Projekte ist es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und bürgerschaftliches Engagement nach Kräften zu unterstützen. Auch dafür stehen der Main-Kinzig-Kreis und ich als Landrat. Das fängt an bei der kostenlosen Bereitstellung der kreiseigenen Sportstätten für Vereine, geht über die Ehrenamtskarten weiter bis hin zu den direkten Förderungen im sportlichen, kulturellen, sozialen und karitativen Bereich sowie im Brand- und Katastrophenschutz. Neben den persönlichen Besuchen vor Ort ist das der beste Weg, um den Dank, die Anerkennung und die Wertschätzung auszudrücken, denn ehrenamtliches Engagement hält unsere Gesellschaft zusammen – und das ist gerade in der jetzigen Zeit wichtiger denn je.
Unsere Demokratie und unsere 28 Städte und Gemeinden im Main-Kinzig-Kreis leben vom Mitmachen. Ich lade Sie deshalb ein: Machen Sie mit, gestalten Sie unseren Landkreis und übernehmen Sie Verantwortung.
Kommunalwahlen am 15. März
Um die Übernahme von Verantwortung geht es auch bei den Kommunalwahlen am 15. März. Hier werden in Hessen die Kreistage, Stadtverordnetenversammlungen, Gemeindevertretungen und Ortsbeiräte neu gewählt. Dabei stehen nicht die bundes- und landespolitischen Themen im Fokus, sondern lokale Themen in unseren Städten und Gemeinden. Und es geht um Bürgerinnen und Bürger, die sich das ganze Jahr über für die Gemeinschaft vor Ort einsetzen und engagieren – und das im Ehrenamt. Ich rufe Sie deshalb dazu auf: Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und stärken Sie damit auch die Demokratie vor Ort.
Dass wir in Deutschland in einer Demokratie leben und in freien Wahlen über die Zusammensetzung von politischen Parlamenten und kommunalen Gremien entscheiden können, ist ein hohes Gut und keine Selbstverständlichkeit. Und wenn ich in die Welt blicke, bin ich dankbar, dass wir in Deutschland seit mittlerweile fast 80 Jahren in Frieden, Freiheit, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit leben. Und es ist unsere gemeinsame Aufgabe, dieses auch für künftige Generationen zu bewahren und Verantwortung für unsere wunderbare Demokratie zu übernehmen – gerade in Zeiten, die herausfordernd und ungemütlich sind. Wenn es um unsere Demokratie geht, darf es sich niemand bequem machen.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr 2026.
Herzliche Grüße,
Ihr Thorsten Stolz, Landrat"