LINSENGERICHT / GELNHAUSEN

"Azubi-Campus" des Main-Kinzig-Kreises: 2,6 Millionen Euro fließen vom Land

Einen Förderbescheid für das Wohnheim, das derzeit in Linsengericht-Altenhaßlau entsteht, überreichte der hessische Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori an die Kreisspitze in Gelnhausen.
Foto: MKK-Pressestelle


Donnerstag, 22.01.2026

Mit rund 2,6 Millionen Euro fördert das Land Hessen über seine Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (Wi-Bank) das Projekt „Azubi-Campus“ des Main-Kinzig-Kreises. 

Geplant ist ein Wohnheim, das in Linsengericht-Altenhaßlau Platz für 151 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 27 Jahren bietet - für Ausbildung, Duales Studium oder Blockunterricht. Der Azubi-Campus sei laut Pressemitteilung die Antwort des Main-Kinzig-Kreises auf den Mangel an Fachkräften. Zudem gelte es, bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in der Ausbildung zu schaffen. Der Main-Kinzig-Kreis stärke damit Wirtschafts- und Schulstandorte.

"Der Azubi-Campus ist vorbildlich und zukunftsweisend"


Einen Förderbescheid für das Wohnheim, das derzeit in Linsengericht-Altenhaßlau entsteht, überreichte der hessische Wohnungsbauminister Kaweh Mansoori an die Kreisspitze in Gelnhausen. Er erklärte: „Der Azubi-Campus ist vorbildlich und zukunftsweisend für den sozialen Wohnungsbau in Hessen. Mit dem Projekt wird bezahlbarer Wohnraum geschaffen und gleichzeitig die Attraktivität der Berufsausbildung gesteigert. Mit dem Azubi-Campus sind wir Teil eines innovativen Projekts in Hessen: bezahlbarer Wohnraum für Auszubildende, in direkter Berufsschulnähe, ergänzt durch Bildungsangebote, Gemeinschaftsbereiche und einer sozialpädagogischen Unterstützung.“

Landrat Thorsten Stolz, Erster Kreisbeigeordneter Andreas Hofmann und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart begrüßten den Staatsminister im Main-Kinzig-Forum und sprachen mit ihm über die Bedeutung des Azubi-Campus als besondere Form der Regionalentwicklung für die heimische Wirtschaft.

"Ein Herzensprojekt"


„Der Azubi-Campus ist uns allen ein Herzensprojekt und wurde deshalb auch mit breiter Mehrheit im Kreistag beschlossen. Er findet aber auch große Zustimmung bei den Betrieben und Unternehmen, die immer wieder an Grenzen gestoßen sind, wenn es darum ging, junge Leute für eine Ausbildung im Main-Kinzig-Kreis zu gewinnen, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen. Wir wollen mit dem Azubi-Campus Lust auf eine duale Ausbildung bei uns im Main-Kinzig-Kreis machen“, erklärte Landrat Stolz.

 „Das Besondere am Azubi-Campus ist, dass wir nicht nur Wohnraum anbieten, sondern mit Unterstützung unserer kreiseigenen Gesellschaft für Arbeit, Qualifizierung und Ausbildung auch die nötige pädagogische Betreuung vor Ort haben, damit insbesondere die jüngeren Auszubildenden bei ihrem Weg in ein selbstständiges Leben unterstützt werden, auch bei ganz praktischen Fragen des Alltags“, ergänzte Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Hofmann.

Kampf gegen den Fachkräftemangel


Und Kreisbeigeordneter und Wirtschaftsdezernent Marquart fügte hinzu: „Der Azubi-Campus ermöglicht es Unternehmen ganz konkret, bei der Suche nach Nachwuchskräften auch in einem größeren Umkreis zu suchen, denn diese finden auf dem Campus Wohnraum, den sie sich leisten können – sei es für die komplette Dauer der Ausbildung oder auch nur für einige Wochen, in denen sie Blockunterricht haben oder auch für ein Duales Studium zeitweise eine Unterkunft benötigen. Deshalb ist der Campus ist ein tolles Argument, um hier im Main-Kinzig-Kreis seine ersten beruflichen Schritte zu unternehmen.“

Staatsminister Mansoori zeigte sich überzeugt davon, dass das Campus-Konzept erfolgreich sein wird. Gerade die pädagogische Betreuung und der Gedanke der „Familie auf Zeit“ seien für junge Leute, die erstmals allein auf sich gestellt seien, eine große Hilfe. (red)