GRÜNDAU
Gründau: Wie ein Routinebesuch für Antje Walter zur ganz besonderen Reise wurde
Foto: Stiftung Kinderzukunft
Samstag, 24.01.2026
Antje Walter engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich für die Stiftung Kinderzukunft. Neben ihrer wöchentlichen Unterstützung im Büro bringt sie seit dem vergangenen Jahr ihr Fachwissen in die interne Revision der Stiftung ein.
Im November 2025 reiste sie im Rahmen dieser Tätigkeit in das Kinderdorf „Aldea Infantil“ in Guatemala, um sich vor Ort ein Bild von den Abläufen, Strukturen und der pädagogischen Arbeit zu machen. Die Revisionsreise hatte für Antje Walter zugleich eine persönliche Dimension: Sie ist Patin der drei Schwestern Ingrid (12), Meydie (9) und Eymi (6), die gemeinsam mit ihrer Hausmutter Alba und weiteren Mädchen in einem Kinderdorfhaus im Kinderdorf "Aldea Infantil“ leben.
Wiedersehen trotz enormer Distanz: Große Freude auf beiden Seiten
Persönliche Begegnungen zwischen Paten und ihren Patenkindern sind aufgrund der großen Entfernung selten – entsprechend groß war die Freude auf beiden Seiten. Schon die Ankunft wurde mit einem selbstgemalten Willkommensplakat, Luftballons und herzlichen Umarmungen gefeiert. In den folgenden Tagen begleitete Antje Walter die Kinder erstmals über einen längeren Zeitraum in ihrem Alltag.
Gemeinsame Mahlzeiten, Spiele und Gespräche ermöglichten ein intensives Kennenlernen. Besonders in Erinnerung blieben die täglichen Rituale: "Jeden Morgen wurde ich mit Umarmungen begrüßt und jeden Abend haben mich alle neun Kinder zu meinem Zimmer begleitet, um sich zu verabschieden.“ Auch am Abend war das Gemeinschaftsleben geprägt von Spielen, Lachen und Musik.
Größte Heldin für Antje Walter war die Hausmutter
Mitgebrachte Spiele aus Deutschland sorgten für große Begeisterung, insbesondere die Tanzspiele. Ein gemeinsamer Einkaufsbummel, bei dem jedes Kind sich etwas aussuchen durfte, wurde zu einem weiteren Höhepunkt – viele der jüngeren Mädchen entschieden sich für lange Kleider, die sie am nächsten Tag stolz trugen.
Im Rahmen ihrer Revisionsreise gewann Antje Walter zudem einen tiefen Einblick in die Arbeit der Hausmutter Alba. "Meine Heldin war die Hausmutter. Trotz der großen Entfernung zu ihrer eigenen Familie sorgt sie mit großer Hingabe für die Mädchen, achtet auf Struktur, gesunde Ernährung und einen liebevollen Umgang. Dafür habe ich großen Respekt.“
Abschied fiel immens schwer
Der Abschied fiel allen schwer. Antje Walter erhielt kleine Geschenke mit großer symbolischer Bedeutung: eine Tasse von Ingrid, eine selbstgebastelte Rose von Meydie und eine Papierkrone von Eymi. „Die Zeit war sehr bereichernd für mich. Die Kinder sind so herzlich – ich vermisse sie schon jetzt.“
Für Antje Walter steht fest, warum sie sich für die Stiftung Kinderzukunft engagiert: „Viele Kinder auf dieser Erde haben keinen Zugang zu ausreichend Nahrung, Bildung oder einem sicheren Zuhause. Über die Stiftung Kinderzukunft kann ich Kindern in Guatemala eine echte Chance geben.“
Revisionsreise von Antje Walter als leuchtendes Beispiel
Die Revisionsreise zeigt eindrucksvoll, wie wichtig persönliche Präsenz, Transparenz und Verantwortung in der Stiftungsarbeit sind – und wie Patenschaften Brücken bauen können zwischen Kontinenten, Kulturen und Menschen.
Weitere Informationen zu Patenschaften und ehrenamtlichem Engagement bei der Stiftung Kinderzukunft unter www.kinderzukunft.de.
Stiftung Kinderzukunft: Anerkannte, erfolgreiche Hilfe für Kinder in Not
Seit mehr als 35 Jahren bekämpft die hessische Stiftung Kinderarmut effektiv. Mit eigenen Kinderdörfern sowie Schutz-, Ernährungs-, Gesundheits- und Bildungsprojekten weltweit gibt sie Kindern, die einen schlechten Start ins Leben hatten, eine Zukunftsperspektive. Die Stiftung Kinderzukunft bekämpft Armut direkt dort, wo sie entsteht, und leistet gleichzeitig nachhaltige Entwicklungshilfe.
Alle Spenden und Fördermittel von Privatpersonen, gemeinnützigen Stiftungen, Vereinen und Unternehmen kommen bei den Not leidenden Kindern an. Dies wird auch seit über 30 Jahren vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) zertifiziert. (red)