HANAU
Hanau: Hakenkreuze an Eppsteinschule - Stadt zeigt klare Kante
Foto: Eppsteinschule
Mittwoch, 28.01.2026
"Hakenkreuze sind abscheuliche Symbole des Hasses und der Menschenverachtung. Ihr Auftauchen an einem Ort, der für Gemeinschaft, Fürsorge und Kinder steht, macht mich fassungslos“, erklärt Bürgermeister und Sozialdezernent Dr. Maximilian Bieri, nachdem es am vergangenen Wochenende im Stadtteil Steinheim zu mehreren Fällen von Hakenkreuz-Schmierereien gekommen ist.
Betroffen waren unter anderem Fenster der Familientagesstätte in Steinheim und der Eingang der Eppsteinschule. "Solche Taten sind ein gezielter Versuch, zu provozieren, zu verunsichern und Angst zu schüren“, so der Bürgermeister weiter. Die Schmierereien richteten sich nicht nur gegen das Gebäude selbst, sondern träfen das Selbstverständnis einer offenen und solidarischen Stadtgesellschaft.
Hanau stellt nach Hakenkreuz-Vorfall an Eppsteinschule Strafanzeige
"Wer Hakenkreuze schmiert, greift die Werte unseres demokratischen Zusammenlebens an. Das lassen wir in Hanau nicht unwidersprochen.“ "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat“, betont der Bürgermeister. "Es ist wichtig, dass solche Taten konsequent verfolgt werden. Ich habe deshalb umgehend Strafanzeige gestellt, sodass die Polizei nun weitere Ermittlungen wegen Sachbeschädigung und des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen aufnehmen kann.“
Mögliche Zeuginnen und Zeugen werden gebeten, Hinweise an die Polizei weiterzugeben
Die Stadt Hanau macht deutlich, dass sie Hass, Antisemitismus und rechtsextremistischer Symbolik keinen Raum lässt. "Gerade Orte wie eine Familientagesstätte oder eine Schule stehen für Zukunft, Zusammenhalt und Verantwortung. Diese Werte verteidigen wir, gemeinsam als Stadtgesellschaft“, betont Bieri.
Erst im vergangenen November hatte es einen ähnlichen Vorfall mit Hakenkreuz-Schmierereien im Stadtgebiet gegeben. Die Stadt bekräftigt vor diesem Hintergrund erneut ihre klare Haltung gegen jede Form extremistischer Ideologie und für ein friedliches Miteinander. (red)