RHEINLAND-PFALZ / SAARLAND
Zugbegleiter totgeprügelt: Alleinerziehender Familienvater stirbt
Symbolbild: knollzw/pixabay
Mittwoch, 04.02.2026
Ein normaler Arbeitstag endete in einem Albtraum: Der 36-jährige Zugbegleiter Serkan C. wurde am Montagabend (2. Februar) in einem Regionalexpress auf dem Weg vom rheinland-pfälzischen Landstuhl nach Homberg ins Saarland bei einer Fahrkartenkontrolle brutal angegriffen. Nach zwei Tagen ist er nun im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen.
Der Vater von zwei Kindern arbeitete bei der Deutschen Bahn und kontrollierte im Zug die Tickets, als ein Reisender ohne gültigen Fahrschein eskalierte. Als Serkan C. den Mann zum Verlassen des Zuges aufforderte, schlug der 26-jährige Tatverdächtige unvermittelt mehrfach mit Fäusten gegen seinen Kopf – trotz Hilfsversuchen von Mitreisenden.
Brutaler Angriff im Zug: Mitreisende können nur zusehen
Der schwer verletzte Familienvater wurde zunächst noch vor Ort reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, doch die Ärzte konnten sein Leben nicht retten. Gegen den mutmaßlichen Angreifer erließ ein Richter Haftbefehl wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag.
Seine Kollegen, Freunde und Gewerkschaften zeigen sich tief erschüttert. Die Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG) hatte für den heutigen Mittwoch um 15 Uhr zu einer Schweigeminute aufgerufen. Währenddessen schlägt die Deutsche Bahn Alarm: Allein 2025 wurden mehr als 3.000 Angriffe auf Bahn-Mitarbeiter registriert.
Der 36-jährige Serkan C. hinterlässt seine zwei Kinder – ein Verlust, der vielen unter die Haut geht. DB-Personalvorstand Martin Seiler äußerte sich bestürzt zu dem Vorfall: "Wir trauern um Serkan, der gewaltsam zu Tode gekommen ist. Wir trauern um einen Kollegen, der seinen Job gemacht hat."