HESSEN

Krasse Zahlen: So lange standen Autofahrer auf Hessens Straßen im Stau

Insgesamt standen Autofahrerinnen und Autofahrer in Hessen im vergangenen Jahr 33.592 Stunden im Stau.
Symboldbild: Pixabay
von Redaktion Kinzig News


Donnerstag, 05.02.2026

Es bleibt beim Status Quo auf Hessens Fernstraßen - das Staugeschehen blieb von 2024 zu 2025 fast unverändert. Diese Bilanz zieht der ADAC.

Insgesamt standen Autofahrerinnen und Autofahrer in Hessen im vergangenen Jahr 33.592 Stunden im Stau – 2024 waren es noch 33.137 Staustunden (+1 Prozent). Trotz eines leichten Anstiegs der Staustunden auf hessischen Autobahnen bleibt das Staugeschehen deutlich unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019 (39.323 Stunden). Die Gesamtlänge der Staus stieg im Vorjahr hessenweit auf 78.186 Kilometer (2024: 77.130 Kilometer)

Das sind die am stärksten belasteten Autobahnen


Wie in den vergangenen Jahren sind die A3, A5 und A66 weiterhin die am stärksten belasteten Autobahnen in Hessen. Stauspitzen können vor allem im morgendlichen Pendelverkehr, zwischen 6 und 9 Uhr sowie am Nachmittag zwischen 14 und 18 Uhr, ausgemacht werden. Mittwochs und donnerstags wurden im Jahresdurchschnitt die meisten Staus registriert, montags und an den Wochenenden war die Verkehrsbelastung deutlich geringer.

Lückenschluss A49 bringt Entspannung


Die Freigabe der A49 am Ohmtal-Dreieck hat sich im vergangenen Jahr deutlich auf das Verkehrsgeschehen auf Hessens Autobahnen ausgewirkt. Die östlich verlaufende A7 wurde durch den Anschluss zwischen A5 und A49 erheblich entlastet. Auf der A7 zwischen Hattenbacher Dreieck und Dreieck Kassel-Süd hat sich infolge das Staugeschehen massiv verbessert: In Richtung Norden wurden 83 Prozent weniger Staustunden verzeichnet, in Richtung Süden 59 Prozent. Auch auf der A5 zwischen Grünberg und Hattenbacher Dreieck konnte eine Verringerung der Staustunden um 28 Prozent gemessen werden.

„Mit Anschluss des Ohmtal-Dreiecks im März 2025 ist die A49 zur Alternativroute für den Transitverkehr zwischen Frankfurt und Kassel geworden. Die daraus resultierende Entlastung geht über die Region hinaus“, so Wolfgang Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Bisherige Stau-Hot-Spots, wie das Hattenbacher Dreieck und das Kirchheimer Dreieck, werden spürbar entlastet.“

Unmittelbar um das Ohmtal-Dreieck hat sich das Staugeschehen im vergangenen Jahr hingegen verschärft, hier tut sich ein neues Nadelöhr im Hessischen Autobahnnetz auf. Von Ost nach West laufen hier die Verkehrsströme der A5, A7 und A49 zusammen. Insbesondere auf der A5 in Fahrtrichtung Frankfurt haben sich die Stauwerte zwischen Alsfeld-West und Anschlussstelle Grünberg verdoppelt. Unterm Strich führt der Lückenschluss der A49 jedoch zu erheblichen Verbesserungen im gesamten Autobahnnetz.

Die "Stau-Hot-Spots"


Feiertage legen Verkehr lahm


Hessens staureichster Tag war Mittwoch, der 28. Mai, vor Christi Himmelfahrt. Insgesamt standen Autofahrerinnen und Autofahrer in Hessen an diesem Tag 251 Stunden im Stau. Den längsten Einzelstau gab es am Ostermontag (21. April) auf der A5. Zwischen dem Hattenbacher Dreieck und der Anschlussstelle Friedberg summierten sich die Staus auf bis zu 40 Kilometer Länge. 

Wochenendausflügler trafen an dem Montag auf Osterurlauber. Auch nach Weihnachten stellte der ADAC besonders viel Verkehr auf den Straßen fest. Am Sonntag, 28. Dezember, staute es sich auf der A5 zwischen Anschlussstelle Alsfeld-Ost und dem Nordwestkreuz Frankfurt in der Summe auf bis zu 34 Kilometer. (red)