GELNHAUSEN

Gelnhausen: So will die Stadt für sicherere Schulwege sorgen

Die Kreisstadt Gelnhausen will sich für eine sichere, eigenständige und umweltfreundliche Mobilität ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen.
Symboldbild: Pixabay


Freitag, 06.02.2026

Die Kreisstadt Gelnhausen will sich für eine sichere, eigenständige und umweltfreundliche Mobilität ihrer Schülerinnen und Schüler einsetzen.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) werden für vier Schulen in der Gelnhäuser Innenstadt integrierte Schulmobilitätspläne erarbeitet. Ziel sei laut Stadt, die Entwicklung eines Gesamtkonzepts, das die Verkehrslage rund um die Schulstandorte spürbar verbessert.

Kampfansage an Elterntaxis


"Dabei soll die Situation vor den Schulen entspannter werden, indem insbesondere weniger Elterntaxis fahren und mehr Kinder zu Fuß, mit dem Rad oder dem Bus unterwegs sind", heißt es aus dem Rathaus.

"Ich freue ich mich, dass wir nun gezielt Maßnahmen ergreifen, um Schulwege sicherer und aktiver zu gestalten", berichtet Bürgermeister Christian Litzinger. „Dafür brauchen wir rund um unsere Schulen klare und praktikable Lösungen, die alle mitnehmen. Gemeinsam mit den Schulen, den städtischen Fachstellen, der Polizei und weiteren Partnern entwickeln wir deshalb ein Gesamtkonzept, das den Verkehr ordnet und den Schulalltag spürbar erleichtert. Die Schulen erhalten zudem auch einen aktuellen Schulwegeplan."

Unterstützung erhalte die Kreisstadt durch die ivm. Die fachliche Erarbeitung der Schulmobilitätspläne für die Schulen erfolge durch das Fachbüro LK Argus Kassel.

In Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement (ivm) werden für vier Schulen in der Gelnhäuser Innenstadt integrierte Schulmobilitätspläne erarbeitet. - Foto: Stadt Gelnhausen

"Gezielte Maßnahmen, die ineinandergreifen"


"Die Schulmobilitätspläne vereinen eine Vielzahl von gezielten Maßnahmen, die ineinandergreifen – von Infrastruktur und Verkehrsregelungen über Mobilitätsbildung bis hin zu organisatorischen und informativen Ansätzen. Für die erfolgreiche Umsetzung sind die jeweilige Schule, die Stadt und der Schulträger gemeinsam verantwortlich. Die Maßnahmen sind individuell auf die jeweilige Schule und ihr Umfeld zugeschnitten", erklärt Heike Mühlhans, Geschäftsführerin der ivm.

"Diese werden in gemeinsamen Workshops und auf Grundlage von Ortsbegehungen und Mobilitätsbefragungen im engen Austausch mit allen Beteiligten erarbeitet und abgestimmt. Besonders wichtig ist uns dabei auch die Perspektive der Schülerinnen und Schüler – denn es geht um ihren Schulweg, ihre Sicherheit und ihre Selbstständigkeit."

"Angemessene und zeitgemäße Lösungen finden"


Im Januar hat nun der Auftakt für die Erarbeitung der Schulmobilitätspläne stattgefunden. Im Laufe des Jahres werden dabei das Grimmelshausen-Gymnasium, die Beruflichen Schulen, die Elisabeth-Strupp-Schule sowie die Philipp-Reis-Schule begleitet. 

Christian Litzinger setzt hohe Erwartungen in die Schulmobilitätspläne: "Gelnhausen ist zentraler Bildungsstandort im Main-Kinzig-Kreis. Jeden Tag sind Tausende Schülerinnen und Schüler bei uns in der Stadt unterwegs. Das damit verbundene Verkehrsaufkommen muss bestmöglich gesteuert werden. Mit den Schulmobilitätsplänen werden wir gemeinsam mit allen Beteiligten angemessene und zeitgemäße Lösungen für unsere Schulwege finden." (red)