HANAU

Hanau-Großauheim: Was sich die Stadt den Umbau an der Kita Kinderburg kosten ließ

Neues Außengelände für die Kinderburg Großauheim.
Foto: Stadt Hanau
von Redaktion Kinzig News


Sonntag, 01.03.2026

Nach einer sechsmonatigen Umbauphase hat die Stadt Hanau das Außengelände der Kindertagesstätte „Kinderburg“ in Großauheim offiziell eingeweiht. Für rund 570.000 Euro entstand ein moderner, barrierefreier Bildungsraum, der vor allem auf Naturnähe und Bewegung setzt.

Wo noch vor Kurzem veraltete Spielgeräte abgebaut werden mussten und Sanierungsstau herrschte, erstreckt sich nun auf über 2500 Quadratmetern eine vielseitige Spiellandschaft. Wie aus einer aktuellen Mitteilung der Stadt Hanau hervorgeht, investierte die Kommune gezielt in die Aufwertung der Einrichtung, um den pädagogischen Anforderungen und dem Bewegungsdrang der Kinder gerecht zu werden. Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri betonte zur Eröffnung, dass Bewegung und Naturerfahrung fundamentale Bausteine der frühkindlichen Entwicklung seien, die hier jetzt einen zeitgemäßen Rahmen fänden.

Von der Bobbycar-Rennstrecke zum Naschgarten

Das neue Areal bietet differenzierte Angebote für alle Altersklassen. Während die jüngsten Kinder unter drei Jahren eigene Bereiche vorfinden, können die älteren auf einer großen Kletterkombination mit Rutsche, Nestschaukeln oder an Balanciergeräten aktiv werden. Ein besonderes Highlight für den Nachwuchs ist die neue Bobbycar-Rennstrecke, die sogar über eine eigene Spiel-Tankstelle verfügt. Die Struktur des Geländes wurde dabei vollständig neu gedacht: Zwei Sandkästen und weite Rasenflächen im Norden bieten Raum für kreatives Spiel und Fußballrunden.

Die naturnahe Gestaltung stand bei der Planung durch ein Bruchköbeler Architekturbüro im Vordergrund. Der alte Baumbestand blieb erhalten und wurde durch Neupflanzungen ergänzt, die künftig als natürliche Schattenspender dienen. Besonders greifbar wird die Natur im neu angelegten Naschgarten: Hier können die Kinder an Beerensträuchern und Hochbeeten erste Erfahrungen mit dem Anbau und der Ernte eigener Lebensmittel sammeln. Sträucher zur angrenzenden Bahntrasse hin dienen nicht nur als Sichtschutz, sondern schaffen auch Rückzugsorte und Verstecke für die Kleinen.

Barrierefreiheit und moderne Infrastruktur

Neben dem Spielwert spielten funktionale Aspekte eine entscheidende Rolle bei der Investition. Der gesamte Eingangs- und Gartenbereich wurde barrierefrei umgestaltet, sodass die Teilhabe für alle Kinder und Besucher gewährleistet ist. Auch die Infrastruktur rund um die Kita wurde verbessert: Am Haupteingang entstanden neue Abstellflächen für Fahrräder und Roller, während ein Staudenbeet den Vorplatz optisch aufwertet. Praktische Details wie zwei neue Sonnensegel für heiße Tage und eine erweiterte Gartenhütte für Spielgeräte runden das Projekt ab.

Die Umsetzung des Vorhabens, das im Juli 2025 begann, lag in den Händen der städtischen Eigenbetriebe für Immobilienmanagement und Kindertagesbetreuung. Während die Südseite bereits seit Januar genutzt wird, laufen auf der Nordseite derzeit letzte Restarbeiten an der Gartenhütte und dem Müllplatz. 

Mit dem Abschluss dieser Maßnahme stärkt die Stadt nicht nur die Betreuungsqualität in Großauheim, sondern setzt auch ein deutliches Zeichen für die Attraktivität des Stadtteils als Wohnort für junge Familien. (red)