HESSEN

Equal Pay Day: Frauen holen beim Gehalt auf – Chefinnen hinken weiter hinterher

Der Gender-Pay-Gab schließt sich langsam – doch Chefinnen hängen immer noch hinterher. (Symbolbild)
Foto: hamonazaryan1/pixabay
von Redaktion Kinzig News


Sonntag, 01.03.2026

Zum Equal Pay Day 2026 gibt es neue Zahlen, die Hoffnung machen. Hessens Frauenministerin Heike Hofmann stellt klar: Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen ist weiter geschrumpft.

2023 lag die sogenannte Gender-Pay-Gap noch bei 8 Prozent, 2024 sind es nur noch 6,9 Prozent. Grundlage ist der aktualisierte Hessische Lohnatlas. „Dass die Lohnlücke sich weiter verkleinert hat, ist bemerkenswert und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Hofmann. Ein Grund: Immer mehr Frauen rücken in Führungspositionen auf.

Führung bleibt Männerdomäne: Familie als Karrierebremse?

Bei Fachkräften bis 35 Jahren verdienen Frauen seit 2021 genauso viel wie gleichaltrige Männer, nachdem sie früher mit gleicher Qualifikation im Nachteil waren. Auch bei Expertenstellen wird die Lücke kleiner. In Führungspositionen beträgt der Gehaltsunterschied allerdings noch satte 18,5 Prozent. 

Hofmann fordert deshalb mehr Modelle wie "Führen in Teilzeit", bessere Kinderbetreuung und flexible Arbeitszeiten. Denn: Noch immer steigen Männer schneller auf. Oft, weil Familie und Karriere für Frauen schwerer vereinbar sind. Auch Dr. Christa Larsen von der Goethe-Universität Frankfurt am Main betont: Ohne moderne Betriebskultur und mehr weibliche Vorbilder in Spitzenjobs werde sich die Lücke nicht ganz schließen.