FRANKFURT AM MAIN
Tierheim Frankfurt nimmt sanften Hunde-Riesen auf: Woodys Vorgeschichte ist todtraurig
Foto: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e. V.
Samstag, 07.03.2026
Nachdem der junge Rüde Woody als herrenloser Fundhund im Tierheim Frankfurt landete und von niemandem vermisst wurde, wartet die unkomplizierte Bulldogge nun auf eine neue Familie, die ihm die Welt zeigt.
Der im Januar 2025 geborene Woody besticht durch seinen überaus freundlichen und verschmusten Charakter. Obwohl er in seinem bisherigen Leben offenbar bislang nicht viel lernen durfte, zeigt er sich im Tierheimalltag als echter Musterknabe: Er hält seinen Zwinger vorbildlich sauber und läuft bereits ordentlich an der Leine.
Ein ungeschliffener Diamant mit klaren Bedürfnissen
Für den jungen, nicht kastrierten Rüden wird jetzt ein Platz gesucht, an dem er das Hundeeinmaleins von Grund auf lernen darf, wobei er aufgrund seines unkomplizierten Wesens durchaus auch für engagierte Hundeanfänger geeignet ist. Wie der Tierschutzverein Frankfurt in seinem aktuellen Vermittlungsaufruf berichtet, bringt Woody die rassetypische Mischung aus Entdeckergeist und Gemütlichkeit mit.
Er liebt es, draußen die Umgebung zu erkunden, schätzt aber ausgiebige Kuschelstunden in den eigenen vier Wänden ebenso sehr. Ob der junge Hund bereits gelernt hat, stundenweise alleine zu bleiben oder entspannt im Auto mitzufahren, ist aufgrund seiner Vorgeschichte als Fundtier derzeit nicht bekannt und müsste im neuen Zuhause geduldig ausgetestet werden.
Rücksicht auf die Gesundheit ist Pflicht
Trotz seiner Lebensfreude muss Woody mit körperlichen Einschränkungen leben, die für seine Rasse leider typisch sind. Er leidet unter dem sogenannten Brachyzephalensyndrom, einer Verengung der Atemwege aufgrund der speziellen Kopfform. Das bedeutet für seinen künftigen Alltag, dass er keine sportlichen Hochleistungen vollbringen darf.
Insbesondere im Sommer müssen lange Spaziergänge in der Hitze vermieden werden, um seine Atmung nicht zu überlasten. Ein Zuhause mit möglichst wenig Treppenstufen wäre für den aparten Rüden ideal, um seine Gelenke und Kondition zu schonen.
Der Weg ins neue Glück
Woody kann in einen Haushalt vermittelt werden, in dem bereits Kinder leben, sofern diese mindestens zehn Jahre alt sind und den respektvollen Umgang mit Hunden schon kennen. Der Tierschutzverein ist überzeugt, dass Bulldoggen-Liebhaber mit Woody einen echten "prima Kerl" an ihrer Seite gewinnen, der mit seinem tollen Charakter jeden Tag bereichert.
Wer ernsthaftes Interesse hat, dem jungen Rüden ein "Für-immer-Zuhause“ zu schenken, kann sich per E-Mail an vermittlung-hunde@tsv-frankfurt.de wenden. (red)