BAD ORB
Bad Orb bleibt Heilbad: Jetzt wird erst recht auf den Kurwald am Horstberg gesetzt
Foto: Ken Schluchtmann
Donnerstag, 05.03.2026
Meilenstein für Bad Orb: Die Kurstadt darf sich auch in den kommenden zehn Jahren Heilbad nennen – das höchste Kurort-Prädikat für einen Gesundheitsstandort.
Am Mittwoch wurde die Urkunde vom Regierungspräsidium Kassel offiziell übergeben. "Ermöglicht wurde die Reprädikatisierung durch die Investitionen der Alea-Initiative sowie durch die Erschließung der Leopoldquelle durch die Bad Orb Kur GmbH. Auch der geplante Kur- und Heilwald Cura Silva ist Teil der Neuausrichtung der Stadt", heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.
"Visionäre Neuausrichtung"
Das Höchstprädikat sei für Bad Orb die Bestätigung der visionären Neuausrichtung und Grundlage für die Anziehungskraft als Gesundheitsdestination. Es sichere den Kurstatus für weitere zehn Jahre – und schaffe Planungssicherheit für die Stadt.
"Ermöglicht wurde dies durch die Investitionen der Alea-Initiative sowie den Ehrenbürger Henning Strauss in das Balnova und den Standort. Die Bad Orb Kur GmbH hat zudem mit der Erschließung der Leopoldquelle und dem zukunftsweisenden Brunnenhaus mit Soletrinkstelle die Grundlage für die Reprädikatisierung geschaffen", teilt Alea mit.
"Kraftvoller Impuls für ganz Hessen"
"Seit Januar gradieren
wir im Badehaus Balnova die Kur zu neuer Güte. Wir tragen aktiv dazu
bei, unserer Stadt langfristig den Kurstatus zu sichern – weit über die
zehn Jahre hinaus. Medical Spa, Radiologiezentrum, Physiopraxis und
perspektivisch ein Kur- und Heilwald: der Medizinstandort Bad Orb ist
Vorbild für viele Kurstädte und kraftvoller Impuls für ganz Hessen",
sagt Kur-Visionär Henning Strauss.
Im kurmedizinischen
Zukunftskonzept Bad Orbs spiele neben dem Wasser auch der Wald eine
tragende Rolle: Das waldtherapeutische Gesamtkonzept Cura Silva mit
einem Kur- und Heilwald solle Bad Orb perspektivisch ein zusätzliches
natürliches Heilmittel erschließen.
"Orber Wald ist ein gesundheitsförderliches grünes Juwel"
"Der Orber Wald ist ein gesundheitsförderliches grünes Juwel, den es für die waldtherapeutische Nutzung zu entwickeln und zu wahren gilt", betont Waldtherapie-Expertin Dr. Gisela Immich, die das Bad Orber Projekt begleitet und die Zertifizierung des Kur- und Heilwaldes vorbereitet. Noch wichtiger aus Sicht der Kurortwissenschaftlerin sei der Standortfaktor. Der Horstberg könne unmittelbar an den bestehenden Kurbetrieb Bad Orbs angebunden werden. Kurze Wege, vorhandene Infrastruktur und die Einbettung in das Gesamtkonzept der Kurstadt seien gegeben.
"Ein Heilbad muss heute Tradition und Moderne verbinden. Die bewährte Soletherapie bleibt für Bad Orb ein starkes Fundament. Ergänzt durch den Kur- und Heilwald Cura Silva entsteht ein ganzheitliches innovatives Gesamtkonzept, das den Zeitgeist trifft", ergänzt Immich zur Anerkennung des Heilbad-Status für weitere zehn Jahre.
Zur offiziellen Feierstunde ins Foyer der Konzerthalle hatten Bürgermeister Tobias Weisbecker sowie Kurdirektor Steffen Kempa geladen. Die Reprädikatisierung wurde mit Magistrat, Stadtverordneten sowie Wegbegleitern gefeiert. (red)