BERLIN / HESSEN
Boris Rhein fordert harte Strafen für Spanner und besseren Schutz für Frauen
Foto: viarami/pixabay
Samstag, 07.03.2026
Hessens Ministerpräsident Boris Rhein macht im Bundesrat klar: Frauen müssen besser vor Spanner-Attacken geschützt werden. „Es ist inakzeptabel, dass sich Frauen beim Joggen oder im Park unwohl fühlen, weil sie heimlich fotografiert oder gefilmt werden könnten“, sagte Rhein am Freitag.
Heimliche Bildaufnahmen seien ein schwerer Eingriff in die Privatsphäre und die sexuelle Selbstbestimmung. „Spanner müssen viel härter bestraft werden. Sie verletzen die Würde der Opfer und nehmen ihnen die Sicherheit“, so der Ministerpräsident.
Hessen unterstützt deshalb eine Initiative im Bundesrat, die die Bundesregierung auffordert, rasch einen Gesetzentwurf vorzulegen. Ziel: Frauen und Mädchen wirksam vor heimlichen oder unerwünschten Aufnahmen schützen und voyeuristische Handlungen öffentlich unter Strafe stellen.
Gewalt gegen Frauen: Schutz vor digitaler Gewalt muss schon beim Fotografieren beginnen
Rhein betonte: „Der Staat muss das Strafrecht an die Realität der digitalen Welt anpassen. Schutz beginnt beim unbefugten Herstellen von Bildern – nicht erst beim Verbreiten. Wir müssen Strafbarkeitslücken schließen und das Recht am eigenen Bild stärken.“ Für Rhein ist klar: Gewalt und Übergriffe gegen Frauen sind ein Angriff auf unsere freie und offene Gesellschaft.