HANAU
Hanauer Hauptbahnhofbrücke bekommt "High-Tech-Betonschutz"
Fotos: Stadt Hanau/Moritz Göbel
Mittwoch, 11.03.2026
„Das Beste für Hanau kommt aus Hanau und wir nutzen es für die Hanauerinnen und Hanauer“, fasst Stadträtin Isabelle Hemsley den besonderen Betonschutz für die neue Hauptbahnhofbrücke zusammen.
Die Stadt Hanau geht neue Wege beim Schutz ihrer Infrastruktur: Für die neue Hauptbahnhofbrücke wird erstmals das innovative Oberflächen- und Korrosionsschutzsystem unter dem Markennamen Protectosil der Firma Evonik auf Betonflächen in Hanau eingesetzt. Den Zuschlag erhielt Evonik über den Generalunternehmer Leonhard Weiss, der für die Ausführung der Gesamtmaßnahme verantwortlich ist.
Langlebigkeit des Betons wird gesichert
„Das ist ein schöner Erfolg: Über einen bedeutenden Arbeitgeber und Innovationsmotor der Stadt investieren wir in die Langlebigkeit unserer eigenen Infrastruktur“, sagt Stadträtin Isabelle Hemsley.
Kerstin Oberhaus, Standortleiterin Evonik Hanau ergänzt: „Mit der Stadt Hanau verbinden uns langjährige industrielle Wurzeln und gemeinsames Innovationsdenken. Es freut uns, die Möglichkeit erhalten zu haben, unsere international erprobte Protectosil-Technologie erstmals hier vor Ort in einem so bedeutenden Infrastrukturprojekt anzuwenden und gleichzeitig lokale Wertschöpfung zu stärken.“
Das größte Infrastrukturprojekt der Stadt seit Jahrzehnten
Die
neue Hanauer Hauptbahnhofbrücke ist das größte Infrastrukturprojekt der
Stadt seit Jahrzehnten. Mit Gesamtkosten von 56 Millionen Euro,
getragen je zur Hälfte von der Stadt Hanau und der Deutschen Bahn sowie
mit rund 18 Millionen Euro Förderung durch das Land Hessen, ist sie ein
zentrales Zukunftsprojekt für die Mobilität in Hanau. Die Freigabe der
Brücke für den Verkehr ist noch für dieses Jahr, und damit früher als
geplant vorgesehen.
Die Betonflächen der neuen Brücke,
insbesondere die Brückenkappen, werden mit Protectosil CIT behandelt.
Bei dem Produkt handelt es sich um einen tiefenwirksamen
Korrosionsschutz, welche mineralische Baustoffe dauerhaft vor dem
Eindringen von Wasser, Chloriden, Schadstoffen und anderen
korrosionsfördernden Substanzen schützt. Laut unabhängigen Studien kann
es die Lebensdauer von Brückenbauwerken um mehrere Jahrzehnte
verlängern.
Vom Time Square über Sydney bis nach China
„Damit ist die Hauptbahnhofbrücke eine Art städtisches Pilotprojekt. In Deutschland wurde Protectosil bislang unter anderem am Bundeskanzleramt angewandt, international am Sydney Opera House und auf der 36 Kilometer langen Hangzhou-Bay-Brücke in China. Dass wir diese Lösung nun auch in Hanau einsetzen, ist ein starkes Signal“, so Hemsley. (red)