HANAU / MAIN-KINZIG-KREIS

Nach schwerem Verkehrsunfall: Musikerin und Künstlerin Nashi Young Cho gestorben

Die Stadt Hanau trauert um die Musikerin und Künstlerin Nashi Young Cho ...
Fotos: privat


Montag, 16.03.2026

Die Stadt Hanau trauert um die Musikerin und Künstlerin Nashi Young Cho. Die in der Region verwurzelte Sängerin, Komponistin und interdisziplinär arbeitende Künstlerin ist Ende vergangener Woche an den Folgen eines Verkehrsunfalls gestorben.

„Mit Nashi Young Cho verliert unsere Stadt und unsere Region eine außergewöhnlich vielseitige und neugierige Künstlerin, die Musik stets als offenen Raum für Begegnungen verstanden hat“, würdigt Oberbürgermeister Claus Kaminsky ihr Wirken.

"Kulturelle Grenzen überschritten"


„Sie hat Genres zusammengeführt, kulturelle Grenzen überschritten und Menschen durch ihre Kunst miteinander ins Gespräch gebracht. In den zahllosen Nachrufen, die in den vergangenen Stunden auf den verschiedensten Plattformen veröffentlicht worden sind, wird die Offenheit, Warmherzigkeit, der Verstand, Mut und Witz von Nashi Young Cho hervorgehoben.“

Die Künstlerin war immer wieder auf den Hanauer Bühnen von „Abendgold“ in der Altstadt über Wirtschaft im Hof bis Lesungen mit Musik um Kulturforum, auf dem Weihnachtsmarkt und vielen weiteren Veranstaltungen zu hören und zu erleben.

Mit "Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises" ausgezeichnet


Nashi Young Cho, die im vergangenen Jahr mit dem „Kulturpreis des Main-Kinzig-Kreises“ ausgezeichnet wurde, verband in ihrer Arbeit unterschiedlichste musikalische und künstlerische Einflüsse. Volkslied traf bei ihr auf Jazz, verschiedene Sprachen wie Englisch, Deutsch und Französisch auf Farsi und Koreanisch. Ebenso suchte sie immer wieder die Verbindung von Musik mit bildender Kunst, Literatur und auch humoristischen Elementen. Aus diesen Begegnungen entstanden neue, oft überraschende Formen des künstlerischen Ausdrucks.

Auch gesellschaftliche Themen griff die Künstlerin in ihrer Arbeit auf. Während der Corona-Pandemie initiierte sie gemeinsam mit Musikerinnen und Musikern aus der Region das vielsprachige Musikprojekt „Life Matters“, welches sich mit Fragen von Zusammenhalt, Herkunft und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzte.

"Künstlerische Räume für andere geöffnet"


Darüber hinaus engagierte sich Young Cho in Hanau auch jenseits der Bühne. Mit einem gemeinschaftlich entstandenen Kunstwerk unterstützte sie unter anderem das Atelier Fluchtpunkt sowie das Theater der Vielfalt. „Dieses Projekt hat beispielhaft gezeigt, wie sehr ihr daran gelegen war, Menschen zusammenzubringen und künstlerische Räume für andere zu öffnen“, erinnert Kaminsky.

„Nashi Young Cho war eine Künstlerin, die mit großer Offenheit, Kreativität und Mut zum Experiment neue Wege gegangen ist. Ihr Engagement und ihre künstlerische Energie werden vielen Menschen in unserer Stadt in Erinnerung bleiben“, so Oberbürgermeister Claus Kaminsky. „Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie, ihren Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihr verbunden waren.“ (red)

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