FRANKFURT AM MAIN
Drama am Frankfurter Uniklinikum: 18-Jähriger stirbt nach Straßenbahnunfall
Foto: Pixabay
Montag, 16.03.2026
Ein schwerer Verkehrsunfall in Frankfurt-Niederrad forderte am späten Samstagabend ein Todesopfer und einen Schwerverletzten. Zwei 18-jährige Männer waren gemeinsam auf einem E-Scooter unterwegs, als sie im Bereich einer Gleisquerung verunglückten und von einer Straßenbahn erfasst wurden.
Der Unfall ereignete sich gegen 23:05 Uhr am Theodor-Stern-Kai, unmittelbar auf Höhe des Universitätsklinikums. Nach ersten Erkenntnissen befuhr das Duo den Kai in westliche Richtung und beabsichtigte, an einer Zufahrt zum Krankenhausgelände abzubiegen. An dieser Stelle queren die Bahngleise den Fahrweg. Beim Abbiegevorgang stürzten die beiden jungen Männer aus bislang ungeklärter Ursache zu Boden.
Großaufgebot und Sperrungen am Theodor-Stern-Kai
Wie aus einem Bericht der Frankfurter Polizei hervorgeht, wurde einer der 18-Jährigen im Moment des Sturzes von einer parallel fahrenden Straßenbahn erfasst. Die Wucht des Aufpralls war so massiv, dass der junge Mann noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen erlag. Sein gleichaltriger Begleiter überlebte den Zusammenstoß, erlitt jedoch schwere Verletzungen und wurde zur medizinischen Notversorgung in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert.
Unmittelbar nach dem Notruf eilte ein Großaufgebot von Feuerwehr und Polizei zum Unfallort. Die Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle weiträumig ab, was weitreichende Konsequenzen für den lokalen Verkehr hatte. Der Theodor-Stern-Kai musste für die Dauer der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Unfallaufnahme komplett gesperrt werden. Auch der öffentliche Nahverkehr kam in diesem Bereich zum Erliegen, da der Straßenbahnverkehr zeitweise eingestellt werden musste.
Ermittlungen zur Unfallursache dauern an
Die polizeilichen Maßnahmen vor Ort gestalteten sich aufgrund der Schwere des Ereignisses umfangreich. Spezialisten sicherten Spuren, um den exakten Ablauf des Sturzes und der darauffolgenden Kollision zu rekonstruieren. Während der nächtlichen Stunden blieb der Bereich rund um das Universitätsklinikum für den Individualverkehr unpassierbar, während Sanitäter und Seelsorger im Einsatz waren.
Zur Klärung der genauen Umstände hat die Polizei einen Gutachter hinzugezogen, der die Dynamik des Geschehens wissenschaftlich untersuchen soll. Im Fokus steht dabei insbesondere die Frage, wie es zu dem fatalen Sturz auf den Gleisen kommen konnte und inwieweit die Sichtverhältnisse oder technische Faktoren eine Rolle spielten. Die Ermittlungen zum exakten Unfallhergang werden derzeit intensiv geführt.
Gutachten soll Klarheit bringen
Bislang ist unklar, warum die beiden 18-Jährigen die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Die Ergebnisse des Gutachtens sowie die Befragung von Zeugen sollen in den kommenden Tagen Aufschluss darüber geben, ob Fremdeinwirkung oder ein Fahrfehler zu der Tragödie führten.
Bis zum Abschluss der Untersuchungen bleibt der genaue Hergang Gegenstand der polizeilichen Ermittlungsarbeit. (red)