HESSEN
Großrazzia gegen Enkeltrick-Betrüger, Schockanrufer und falsche Bankmitarbeiter
Symboldbild: Pixabay
Montag, 16.03.2026
Die hessische Polizei ist gemeinsam mit der Generalstaatsanwaltschaft - Eingreifreserve - Frankfurt am Main in einer gezielten Aktion gegen kriminelle Banden vorgegangen, die insbesondere ältere Menschen ins Visier nehmen, um sie um ihre Ersparnisse zu bringen.
Die Maßnahmen wurden im Auftrag der Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) koordiniert. An der Aktion waren neben dem HLKA auch alle sieben hessischen Polizeipräsidien beteiligt.
"Die Täter gehen perfide vor und spielen mit der Angst ihrer Opfer"
"Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind nach wie vor ein ernst zu nehmendes Kriminalitätsphänomen. Die Täter gehen perfide vor und spielen mit der Angst ihrer Opfer: Sie nutzen vor allem Schockanrufe, die Enkeltrick-Betrugsmasche oder geben sich als falsche Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus, um ihre Opfer um hohe Geldbeträge oder deren Wertgegenstände zu bringen", teilt das HLKA mit.
Während der Einsatztage wurden insbesondere die Betrugsmaschen "Schockanruf" mit der Verkehrsunfall-Legende sowie "falsche Polizeibeamte" mit der Einbrecher-Legende festgestellt. Die Bilanz zeigt: "49 registrierte Versuche, bei denen ein Gesamtschaden in Höhe von 915.700 Euro Bargeld, Goldmünzen, Goldschmuck, Goldbarren, börsengehandelte Indexfonds (ETFs) sowie diverse Wertgegenstände verhindert werden konnte."
Drei Männer festgenommen
Zudem seien laut HLKA fünf vollendete Taten festgestellt worden, bei denen es zu einem Gesamtschaden in Höhe von 122.000 Euro gekommen sei.
"Durch gezielte Maßnahmen des Polizeipräsidiums Westhessen und des Polizeipräsidiums Frankfurt konnten insgesamt drei Männer im Alter von 21, 27 und 31 Jahren in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Bayern festgenommen werden. Den Tatverdächtigen wird Bandenbetrug gemäß § 263 StGB vorgeworfen. Die weiteren Ermittlungen dauern an", heißt es abschließend aus dem Landeskriminalamt. (red)