HÖCHST (ODENWALD)

Grausames Tötungsdelikt im Odenwald – Ermittler jagen Verdächtige bis nach Spanien

Ein Tötungsdelikt erschütterte im Dezember 2025 den Odenwald. Eine dafür eingerichtete Mordkommission konnte nun die mutmaßlichen Täter schnappen.
Foto: GlauchauCity/pixabay
von Redaktion Kinzig News


Mittwoch, 18.03.2026

Monatelang war es ein rätselhafter Todesfall – jetzt nimmt der Fall eine dramatische Wendung: Nach dem gewaltsamen Tod eines 30-Jährigen am Ortsrand des Höchster Ortsteils Mümling-Grumbach haben Ermittler gleich mehrere Tatverdächtige ausgemacht. Sogar im Ausland schlugen die Beamten zu.

Der Mann war am 9. Dezember letzten Jahres in der Nähe seines Autos tot aufgefunden worden. Zuvor hatten ihn Angehörige als vermisst gemeldet. Die Obduktion brachte Gewissheit: Der 30-Jährige wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. 

Mann wird tot in Höchst (Odenwald) aufgefunden – früher Verdacht gegen 24-Jährigen aus Breuberg

Schon kurz nach dem Fund geriet ein 24-Jähriger aus Breuberg ins Visier der Ermittler. Gegen ihn wurde bereits einen Tag später Haftbefehl erlassen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Doch damit nicht genug: Intensive Ermittlungen der eigens eingerichteten Mordkommission "Forest", an denen zeitweise über 30 Einsatzkräfte beteiligt waren, führten zu weiteren Verdächtigen. 

Vier Männer im Alter von 29 bis 35 Jahren sollen ebenfalls an der Tat beteiligt gewesen sein. Sie konnten mittels Spurenauswertung am Tatort und der Auswertung von Videoaufzeichnungen ermittelt werden. Die Spur führte die Ermittler schließlich ins Ausland: Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatten sich die mutmaßlichen Mittäter nach Spanien abgesetzt. 

Mordkommission "Forest" ermittelt: Die Spur führt ins Ausland

Mit europäischem Haftbefehl im Gepäck gelang schließlich der Zugriff: In Lloret de Mar, Vidreres und Girona konnten die Männer lokalisiert und festgenommen werden. Zwei von ihnen sind bereits nach Deutschland überstellt worden und sitzen ebenfalls in Untersuchungshaft. Für die beiden weiteren Tatverdächtigen laufen derzeit noch Auslieferungsverfahren. 

Wie es genau zu der tödlichen Tat kam und welches Motiv dahintersteckt, ist weiterhin unklar. Die Ermittlungen dauern an. Doch eins ist jetzt schon klar: Dieser Fall hat weit über die Region hinaus Spuren hinterlassen.