HESSEN / MKK
Brummende Frühlingsboten sind da: So könnt Ihr Hummeln und Wildbienen unterstützen
Symboldbild: Pixabay
Freitag, 20.03.2026
Mit dem Einzug des Frühlings lassen sich nun die ersten Wildbienen in Hessens Gärten sehen ...
Nach der langen Winterzeit sind Hummeln und Mauerbienen draußen unterwegs, um dringend benötigte Energie in Form von Blütennektar und Pollen zu tanken und um geeignete Brutplätze zu finden.
Hilfe für erste Hummeln und Mauerbienen
Bunte Frühlingsblumen, wie Schneeglöckchen, Winterling, Krokus und Märzveilchen, sorgen nicht nur für Frühlingsgefühle bei uns Menschen, sie dienen auch den Wildbienen als wichtige frühe Nahrungsquelle. Die bunten Frühblüher lassen sich auch gut in Blumenkästen auf dem Balkon ziehen. Bei mehr Platz im Garten bieten sich zudem Sträucher, wie Kornelkirsche, Schlehe und Salweide, als erste Bienennahrung an.
„Ein naturnaher Garten oder Balkon ist die beste Unterstützung für viele Insekten im zeitigen Frühling“, erläutert Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des NABU Hessen. Wichtig sei es, nektarreiche Blumen zu pflanzen und keine Züchtungen mit gefüllten Blüten zu setzen, die den Wildbienen keine Nahrung bieten.
Pelzige Brummer auf Wohnungssuche
Jetzt beginnt der Garten wieder zu summen und zu brummen. Hummeln und andere Wildbienen machen sich auf die Suche nach geeigneten Plätzchen für den Nachwuchs. „Wer die sympathischen Pelzträgerinnen unterstützen möchte, sollte ihnen einen sicheren Platz für die Eiablage oder den Nestbau anbieten“, so Sommerhage.
Gute Plätze für die Ablage von Eiern einzeln lebender Wildbienen sind Totholz, hohle Pflanzenstängel und sandige Offenstellen im Garten. Hummeln, die Nester für die Anlage eines kleinen Hummelstaats anlegen, freuen sich über Holzstapel, Steinhaufen oder verlassene Mauselöcher.
Auch künstliche Nisthilfen für Wildbienen oder Hummelkästen werden gerne angenommen. Bei den sogenannten „Bienenhotels“ für solitäre Wildbienen ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Bruthilfen austauschbar sind und nicht fest verbaut werden. Da öfter genutzte Brutröhren in Holzklötzen und Stängeln mit der Zeit verpilzen und verkeimen können, sollten die Elemente spätestens alle drei bis vier Jahre ausgetauscht werden. (red)