MAIN-KINZIG-KREIS

Buche im Klimastress: Wälder im Main-Kinzig-Kreis betroffen

Bei einer geführten Wanderung durch den Rodenbacher Forst informierten sich Teilnehmende über den Zustand der Wälder und den Umgang mit den Folgen des Klimawandels.
Symbolbild: Pixabay
von Redaktion Kinzig News


Freitag, 20.03.2026

Der Wald leidet – und das sichtbar! Bei einer aufschlussreichen Wanderung durch den Rodenbacher Forst wurde klar: Besonders die Buche, liebevoll als „Mutter des Waldes“ bezeichnet, gerät durch den Klimawandel massiv unter Druck.

Gemeinsam hatten der Main-Kinzig-Kreis und HessenForst interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, sich ein Bild vor Ort zu machen. Mit dabei: hochrangige Vertreter aus Politik und Verwaltung – und viele besorgte Naturfreunde.

Trockenheit setzt der Buche dramatisch zu

Unter der fachkundigen Leitung von Forstexperte Rafael Rau wurde schnell deutlich: Die Buche hat es schwer. „Die anhaltende Trockenheit und steigende Temperaturen setzen ihr massiv zu“, erklärte er eindringlich. Einst prägend für die Region, könnte ihr Anteil künftig deutlich schrumpfen. Doch die Förster geben nicht auf. Mit einem sogenannten „Portfolio-Ansatz“ setzen sie auf Vielfalt statt Einfalt: Mischwälder sollen den Wald robuster machen. Unterschiedliche Baumarten werden gezielt kombiniert, um den Herausforderungen eines sich wandelnden Klimas besser standzuhalten.

Auch politisch ist der Ernst der Lage angekommen. Umweltdezernent Andreas Hofmann machte deutlich: „Die Spuren des Klimawandels sind längst Realität.“ Gleichzeitig zeigte er sich kämpferisch: Die Arbeit der Forstleute gebe Anlass zur Hoffnung. 

Klimaanpassungsmanager Karl Schrass unterstrich die enorme Bedeutung des Waldes: als CO₂-Speicher, als kühler Rückzugsort und als Lebensraum für zahlreiche Arten. Ein gesunder Wald sei unverzichtbar für die Zukunft der Region.