KASSEL

Femizid in Kassel: Mann gesteht Mord an Ehefrau – Tat aus Eifersucht

Am Landgericht Kassel startet der Prozess gegen einen 46-Jährigen, der seine frisch getrennte Ehefrau getötet haben soll.
Foto: viarami/pixabay
von Redaktion Kinzig News


Donnerstag, 26.03.2026

Vor dem Landgericht Kassel hat ein Prozess begonnen, der tief erschüttert: Ein 47 Jahre alter Mann steht wegen Mordes aus niedrigen Beweggründen vor Gericht. Zum Auftakt räumte der Angeklagte die Tat ein.

Wie mehrere Medien berichten, soll sich die Frau des Mannes nach Angaben der Staatsanwaltschaft bereits rund eine Woche vor der Tat endgültig von ihm getrennt haben. Das Paar war seit 2022 verheiratet. Am 2. Juli 2025 habe die 41-Jährige ihrem Ehemann mitgeteilt, dass sie die Beziehung beenden wolle – unter anderem, weil sie von seinen Anmeldungen auf kostenpflichtigen Datingseiten erfahren habe.

Trennung kurz vor der Tat in Kassel: Eifersucht als mögliches Motiv

Die Trennung habe der Angeklagte nicht akzeptieren können, so die Staatsanwaltschaft weiter. Zudem sei er eifersüchtig gewesen und habe vermutet, seine Frau habe eine Affäre. In seinem Denken habe sich schließlich eine fatale Entschlossenheit entwickelt: Wenn er sie nicht haben könne, solle sie auch niemand haben.

Nur wenige Tage nach der Trennung, am 7. Juli, soll der Mann seine Frau unter einem Vorwand – er habe ins Krankenhaus gemusst – in seine Wohnung im Kasseler Stadtteil Niederzwehren gelockt haben. Dort soll er mindestens sechsmal mit einem Küchenmesser mit einer rund 20 Zentimeter langen Klinge auf den Hals- und Brustbereich der Frau eingestochen haben.

Prozessauftakt vor dem Landgericht: Urteil Ende April erwartet

Trotz schwerster Verletzungen gelang es Rettungskräften zunächst noch, einen schwachen Puls festzustellen. Unter laufender Reanimation wurde die Frau in ein Krankenhaus gebracht. Doch ihre Verletzungen waren zu schwer: Kurz darauf verstarb sie.

Der Angeklagte ließ zum Prozessauftakt über seinen Verteidiger betonen, dass er die Verantwortung für den Tod seiner Frau übernehme. Er bedauere zutiefst, dass trotz seines Notrufs und der schnellen Hilfe der Einsatzkräfte das Leben der Frau nicht gerettet werden konnte. Für den Prozess sind zunächst mehrere Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird Ende April erwartet.