BAD ORB
Bad Orb: Spektakuläre Deutschlandpremiere von "Beyond the Music" verzaubert die Massen
Foto: Andrea Euler
Dienstag, 31.03.2026
Mit einer orchestralen Hommage an die Rock-Ikonen von U2 verwandelte die Show „Beyond the Music“ die Bad Orber Konzerthalle in einen Hexenkessel. Gemeinsam mit dem Langenselbolder Chor „Uccelli di Canto“ lieferte die irische Formation um Ausnahmesänger Nigel Connell ein immersives Erlebnis, das die Energie einer ausverkauften Stadion-Show in den Spessart brachte.
Die Vorzeichen für diesen Abend hätten kaum besser sein können: Während die Original-Band U2 mit ihrer neuen EP und Lobeshymnen des „Irish Independent“ weltweit für Schlagzeilen sorgt, warteten die Fans in Hessen sehnsüchtig auf ein Live-Erlebnis. In Bad Orb wurde diese Lücke nun geschlossen.
Besucher aller Altersklassen zeigen sich textsicher
Unter der Leitung von Dirigent Piotr Oleksiak und dem Royal Music All Orchestra präsentierte „Beyond the Music“ die größten Hits der Iren in völlig neuem Gewand. Laut einem Bericht über das musikalische Großereignis gelang es Produzent Mark Cahill, den schmalen Grat zwischen authentischem Rock-Sound und anspruchsvollen Orchesterarrangements meisterhaft zu meistern.
Besucher zwischen 30 und 70 Jahren verwandelten den Saal binnen kürzester Zeit in eine Tanzfläche. Besonders bei den Klassikern des Durchbruch-Albums „The Joshua Tree“ von 1987 zeigten sich die Gäste absolut textsicher. Hymnen wie „Where the streets have no name“ oder „With or without you“ sorgten für jene Gänsehautmomente, die man sonst nur aus den ganz großen Arenen kennt. Sänger Nigel Connell, der in seiner Heimat als „Stimme Irlands“ gefeiert wird, moderierte das Programm zumeist auf Englisch und forderte das Publikum erfolgreich dazu auf, Teil der Show zu werden.
Lokale Stimmen auf der großen Bühne
Ein besonderes Highlight der Show markierte die Kooperation mit dem Volkschor Langenselbold. Der Chor „Uccelli di Canto“ stand unter der Leitung von Andreas Franz bei insgesamt drei Liedern gemeinsam mit den Profimusikern im Scheinwerferlicht. Für den Welthit „I still haven’t found what I’m looking for“ erarbeiteten die Sängerinnen und Sänger sogar ein eigenes Arrangement, was die ohnehin dichte Atmosphäre zusätzlich verstärkte.
Diese Verbindung zwischen internationalem Tournee-Niveau und regionaler Musikkultur verlieh dem Abend eine besondere Authentizität. Dass der Tourstart und damit die Deutschlandpremiere überhaupt in Bad Orb stattfanden, ist der persönlichen Freundschaft zwischen Veranstalter Danyel Monego und Sänger Nigel Connell zu verdanken. Der Ire, der einst im Finale von „The Voice of Ireland“ stand, hat mittlerweile seinen Lebensmittelpunkt teilweise nach Thüringen verlegt und verbindet mit Bad Orb eine enge Verbundenheit – nicht zuletzt durch ausgiebige Wanderungen in der Region.
Aftershowparty unter der irischen Flagge
Nach dem offiziellen Teil war der Abend für viele der rund 200 Besucher noch lange nicht vorbei. In der „wunderBAR Eventgastronomie“ luden Monego und sein Team zur Aftershowparty im Foyer ein. Unter grün-weiß-orangen Flaggen wurde bis Mitternacht mit den Musikern angestoßen, die im benachbarten Hotel an der Therme übernachteten und sich so Zeit für Gespräche und Autogramme nehmen konnten. T-Shirts, Mützen und Magnete vom Merchandise-Stand waren bereits in der Pause begehrte Sammlerstücke.
Veranstalter Danyel Monego zog ein hingerissenes Resümee: Die Emotionen des Abends seien direkt aus der Halle ins Foyer getragen worden. Die Begeisterung des Publikums habe ein Niveau erreicht, als stünde man in einer ausverkauften Riesenhalle.
Für alle, die den Abend noch einmal Revue passieren lassen wollen oder die Premiere verpasst haben, gibt es bereits einen Ausblick: Am 3. Juli 2026 kehrt das Nigel Connell Trio für ein Open-Air-Konzert an den Musikpavillon im Kurpark zurück – dann verstärkt durch Dirk Schlag, den Gitarristen und Produzenten von Santiano. (red)