FRANKFURT AM MAIN
Eintracht Frankfurts Rasmus Kristensen mit besorgniserregender Beichte
Foto: Joshua Ziß/Unsplash
Dienstag, 31.03.2026
Rasmus Kristensen hat ungewöhnlich offen über seine psychische Belastung in früheren Jahren gesprochen. Der dänische Nationalspieler beschreibt im Klub-Podcast, dass ihn die Probleme nicht nur als Fußballer, sondern auch als Mensch getroffen hätten. Wörtlich sagt er: „Ich habe schwere Zeiten gehabt.“
Wie er weiter berichtet, sei die Situation über Jahre schlimmer geworden. Kristensen, der vor seiner Frankfurter Zeit unter anderem für Ajax Amsterdam, RB Salzburg, die AS Rom und Leeds United spielte, habe zeitweise das Vertrauen verloren, im Fußball noch einen Ort zu finden, an dem er sich wirklich wohlfühlt. Nach eigener Aussage war es zeitweise so schlimm, dass er sogar über ein Karriereende nachdachte.
Rasmus Kristensen: Freude am Fußball ging verloren
Kristensen schildert, dass er früher lange geglaubt habe, Profifußball und Spaß gehörten nicht zusammen. Für ihn sei der Sport vor allem ein Job gewesen. Gerade diese Haltung erklärt auch, warum seine Aussagen über die seelische Belastung so deutlich wirken.
In Frankfurt habe sich das nach seinen Worten verändert. Dort fühle er sich sehr wohl, der Wechsel zur Eintracht sei für ihn „der richtige Verein zum richtigen Zeitpunkt“ gewesen. Damit verbindet Kristensen seine aktuelle sportliche Situation ausdrücklich auch mit persönlicher Stabilisierung.
Eintracht wird für ihn zum Wendepunkt
Die Eintracht hatte den Verteidiger 2024 zunächst ausgeliehen und später fest verpflichtet. Sein Vertrag läuft bis 2029. Für den Klub ist die Offenheit des 28-Jährigen auch deshalb bemerkenswert, weil Kristensen sportlich als aggressiver, kompromissloser und emotionaler Spieler wahrgenommen wird. Aktuell fällt Kristensen mit einem Syndesmose-Riss aus. Laut Bericht hofft er aber, in den letzten Saisonspielen noch einmal auf den Platz zurückkehren zu können.
Seine Aussagen über Depressionen und Zweifel rücken damit einen Eintracht-Profi in den Mittelpunkt, der sonst vor allem über Zweikämpfe, Intensität und Einsatz wahrgenommen wird. (red)