MAIN-KINZIG-KREIS

Achtung, Tigermücke im Anflug!

Das Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr informiert darüber, welche Möglichkeiten es gibt, die Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke zu verhindern. 
Foto: MKK-Pressestelle
von Redaktion Kinzig News


Mittwoch, 01.04.2026

Sie ist klein, unscheinbar und doch potenziell gefährlich: Die Asiatische Tigermücke breitet sich zunehmend auch im Main-Kinzig-Kreis aus. Mit ihren auffälligen weißen Streifen ist sie zwar gut zu erkennen, doch ihre Risiken werden oft unterschätzt. Denn anders als heimische Stechmücken kann sie Krankheitserreger wie Dengue-, Zika- oder West-Nil-Viren übertragen. Noch gibt es in Deutschland keine nachgewiesenen Fälle durch heimische Tigermücken, doch Fachleute warnen: Das könnte sich ändern.

„Der Klimawandel schafft immer bessere Bedingungen für die Ausbreitung“, erklärt Dr. Wolfgang Lenz vom Amt für Gesundheit und Gefahrenabwehr. Noch bestehe kein akuter Grund zur Sorge, aber Vorsicht sei geboten. Denn: Damit es zu einer Übertragung kommt, muss die Mücke zunächst eine infizierte Person stechen. Erst danach kann sie weitere Menschen anstecken.

Bevölkerung muss mithelfen

Umso wichtiger ist die Mithilfe der Bevölkerung. Die Tigermücke braucht nur kleinste Wasseransammlungen, um ihre Eier abzulegen, etwa in Blumentopf-Untersetzern, Gießkannen oder offen stehenden Regentonnen. Schon wenige Tage reichen, damit sich daraus neue Mücken entwickeln. Deshalb gilt: Wasser regelmäßig entfernen, Behälter reinigen oder abdecken. Auch Tiernäpfe und Vogeltränken sollten häufig gewechselt werden. Wer gestochen wird und anschließend Symptome wie Fieber, Schüttelfrost oder Kopfschmerzen entwickelt, sollte vorsichtshalber einen Arzt aufsuchen.

Die Tigermücke wurde bereits in mehreren Bundesländern nachgewiesen, auch in Hessen, z. B.  in Hanau und Gelnhausen. Wer ein verdächtiges Exemplar entdeckt, kann dies per E-Mail an das Hessische Landesamt für Gesundheit und Pflege melden. So lässt sich die Ausbreitung besser im Blick behalten.