FRANKENBERG

15-Jähriger mit Schusswaffe sorgt für Angst in Fußgängerzone

Polizeieinsatz in Frankenberg. (Symbolfoto)
Foto: Pixabay
von Redaktion Kinzig News


Dienstag, 31.03.2026

Ein 15-Jähriger hat am Montagnachmittag in der Frankenberger Fußgängerzone mehrere Passanten mit einer zunächst unbekannten Waffe bedroht. Die Polizei nahm den Jugendlichen wenige Minuten nach den ersten Notrufen fest. Später stellte sich heraus, dass es sich um eine Spielzeugpistole handelte.

Der Einsatz begann gegen 17.50 Uhr. Mehrere Anrufer meldeten der Polizei, dass ein Jugendlicher in der Fußgängerzone Passanten mit einer Pistole und auch verbal bedrohe. Einige der Betroffenen flüchteten nach den bisherigen Erkenntnissen in Geschäfte. 

Polizei stellt Spielzeugpistole sicher

Streifen aus Frankenberg trafen kurz darauf am Einsatzort ein und nahmen den Tatverdächtigen in der Fußgängerzone fest. Bei dem Jugendlichen fanden die Beamten eine Spielzeugpistole. Wie die Polizei mitteilt, handelt es sich dabei um eine sogenannte Anscheinswaffe.

Der 15-Jährige stammt aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er vorläufig festgenommen und anschließend in eine Kinder- und Jugendpsychiatrie eingewiesen.

Ermittlungen wegen Bedrohung laufen

Nach bisherigem Stand soll der Jugendliche mehrere Passanten mit der Spielzeugpistole bedroht haben. Eine konkrete Gefahr für die Betroffenen habe zu keiner Zeit bestanden, teilte die Polizei mit.

Gegen den 15-Jährigen wird nun wegen des Verdachts der Bedrohung ermittelt. Zusätzlich leiteten die Beamten ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein.

Polizei warnt vor Anscheinswaffen

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang erneut auf die Gefahr solcher Gegenstände hin. Spielzeugwaffen oder Imitate seien oft nicht sofort als ungefährlich zu erkennen.

Gerade deshalb müssen Einsatzkräfte zunächst davon ausgehen, dass es sich um echte Waffen handelt. Die Polizei warnt davor, solche Gegenstände in der Öffentlichkeit zu zeigen, weil sie andere Menschen verunsichern und im Ernstfall gefährliche Situationen auslösen können.

Weitere Zeugen sollen sich melden

Die Ermittler gehen davon aus, dass es weitere Betroffene oder Zeugen geben könnte, die den Vorfall beobachtet haben. Diese sollen sich bei der Kriminalpolizei in Korbach melden.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 05631/9710 entgegen. (red)