FRANKFURT AM MAIN
Welche Chancen die Eintracht-Profis auf die Weltmeisterschaft haben
Foto: Joshua Ziß/Unsplash
Samstag, 04.04.2026
Für Rasmus Kristensen ist der Traum von der WM 2026 geplatzt. Dänemark scheiterte in den entscheidenden Playoffs im Elfmeterschießen in Tschechien. Während der Eintracht-Verteidiger die Endrunde damit verpasst, dürfen Hugo Larsson und Can Uzun weiter hoffen.
Für Rasmus Kristensen ist die WM 2026 außer Reichweite. Dänemark verlor das entscheidende Playoff-Spiel in Tschechien nach Elfmeterschießen mit 1:3 und ist damit nicht bei der Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada dabei. Wie die Bild-Zeitung berichtet, wiegt das Aus für den Eintracht-Profi doppelt schwer. Kristensen hätte im dänischen Kader als Stammspieler wohl gute Karten gehabt, fehlte seinem Team diesmal aber verletzt. Der Außenverteidiger kann wegen einer Sprunggelenksverletzung aktuell nicht eingreifen.
Verletzung macht Kristensens Lage noch bitterer
Für den 28-Jährigen dürfte das WM-Aus auch Folgen für die letzten Wochen der Saison haben. Bislang war die Hoffnung groß, dass er bei Eintracht noch einmal auf den Platz zurückkehrt, um rechtzeitig vor dem Turnier wieder in Form zu kommen.
Dieser Druck fällt nun weg. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kristensen seine Verletzung ohne Risiko auskuriert. Ob es in dieser Spielzeit überhaupt noch für einen Einsatz reicht, ist nach dem geplatzten WM-Traum offen.
Larsson jubelt, bleibt aber nur Zuschauer
Ganz anders verlief der Abend für Hugo Larsson. Schweden setzte sich in Stockholm mit 3:2 gegen Polen durch und löste damit das Ticket für die WM 2026. Der Frankfurter Mittelfeldspieler kam dabei zwar nicht zum Einsatz und saß die kompletten 90 Minuten auf der Bank.
Trotzdem lebt für den 21-Jährigen die Aussicht auf seine erste WM-Teilnahme weiter. Trotz seiner schwierigen Saison in Frankfurt dürfte er weiter Chancen auf eine Kadernominierung haben.
Auch Uzun darf weiter hoffen
Ebenfalls im Rennen bleibt Can Uzun. Die Türkei gewann im Kosovo mit 1:0 und qualifizierte sich damit ebenfalls für die Weltmeisterschaft. Für den 20-Jährigen ist das zunächst nur der erste Schritt.
Denn im Nationalteam hat Uzun bislang noch keine feste Rolle. Seit seiner Nominierung im Oktober 2025 kam er im A-Team der Türkei erst auf 45 Minuten Einsatzzeit. Um auf den WM-Zug aufzuspringen, braucht er nun vor allem eines: Spielzeit und sichtbare Leistungen bei Eintracht Frankfurt.
Druck wächst auch in Frankfurt
Genau darin liegt jetzt die Brisanz. Uzun muss sich im Verein zeigen, um seine Chancen auf das Turnier zu wahren. Er selbst hatte zuletzt gesagt: „Der Traum ist unnormal groß.“ Für Eintracht bedeutet das auch zusätzlichen Druck im Saisonendspurt. Wenn Uzun außen vor bleibt, dürfte der Frust wachsen.
Für Kristensen dagegen ist der Fall klar: Sein WM-Traum ist geplatzt – und das ausgerechnet in einer Phase, in der ihm seine Verletzung schon zuvor die Kontrolle über die eigene sportliche Zukunft genommen hatte. (red)