FRANKFURT AM MAIN

Tierheim Frankfurt: Chihuahua Monokel hofft trotz Handicap auf großes Herz

Monokel aus dem Tierheim Frankfurt.
Foto: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e. V.
von Redaktion Kinzig News


Montag, 06.04.2026

Der kleine Chihuahua Monokel wartet auf ein neues Zuhause, in dem er dauerhaft ankommen darf. Trotz eines entfernten Auges und einer Patellaluxation zeigt sich der junge Rüde freundlich, lebensfroh und verschmust. Gesucht werden Menschen, die ihm mit Zeit, Geduld und Verlässlichkeit begegnen.

Monokel kam als Fundhund ins Tierheim – in einem Zustand, der nichts Gutes ahnen ließ. Sein linkes Auge war so schwer erkrankt, dass es nicht mehr gerettet werden konnte und entfernt werden musste. Die Operation hat der kleine Hund jedoch gut überstanden.

Heute zeigt sich der Rüde wieder voller Lebensfreude. Wie der Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 mitteilt, ist Monokel freundlich, aufgeschlossen und neugierig. Er liebt Spaziergänge, läuft ordentlich an der Leine und genießt es, mit seinen Menschen zu schmusen und zu spielen.

Kleiner Hund mit großem Lebenswillen

Zu seinen gesundheitlichen Baustellen gehört neben dem verlorenen Auge auch eine Patellaluxation. Dabei handelt es sich um eine Ausrenkung der Kniescheibe, wie sie gerade bei kleinen Hunderassen wie dem Chihuahua häufiger vorkommt.

Trotzdem wirkt Monokel nicht wie ein Hund, der sich zurückzieht. Im Gegenteil: Er tobt gern mit anderen Hunden, sucht sich seine Spielpartner aber nach Sympathie aus. Wer ihn beobachtet, dürfte schnell merken, dass dieser kleine Hundemann sein Leben nicht abgeschrieben hat.

Auch für Anfänger denkbar

Nach Einschätzung des Tierheims könnte Monokel auch für Hundeanfänger passen. Er gilt als umgänglich und offen, braucht aber natürlich Menschen, die sich auf ihn einlassen und bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Nicht bekannt ist bislang, ob er es kennt, stundenweise alleine zu Hause zu bleiben oder im Auto mitzufahren. Beides müsste in einem neuen Zuhause gegebenenfalls in kleinen Schritten aufgebaut werden. Dafür sollten Interessenten genügend Zeit und Ruhe mitbringen.

Zu Hause mit Rücksicht gesucht

Mit Kindern kann Monokel grundsätzlich leben, diese sollten aber mindestens sechs Jahre alt sein. Wichtig ist, dass sie verstehen, dass der kleine Hund nicht bedrängt werden möchte.

Auch im Alltag gibt es einen klaren Wunsch des Tierheims: Monokel sollte nicht viele Treppen laufen müssen. Wer in einem Mehrfamilienhaus ohne Aufzug wohnt, müsste ihn deshalb die Stufen hinauf- und hinabtragen. Seinen Zwinger hält er sauber. Deshalb spricht nach Einschätzung des Tierheims vieles dafür, dass es mit der Stubenreinheit keine größeren Probleme geben sollte.

Ein Platz für einen Hund, der noch viel vorhat

Ob Monokel mit Katzen zurechtkommt, kann auf Wunsch im Tierheim getestet werden. Klar ist schon jetzt: Gesucht wird kein Mitleidsplatz, sondern ein verlässliches Zuhause bei Menschen, die ihn ernst nehmen, ihn schätzen und ihm dauerhaft Sicherheit geben.

Wer dem kleinen Chihuahua diese Chance geben möchte, kann sich per E-Mail an vermittlung-hunde@tsv-frankfurt.de wenden. Monokel bringt ein Handicap mit – aber auch viel Charme, Lebensfreude und die Bereitschaft, sich noch einmal ganz auf Menschen einzulassen. (red)