HESSEN
Unfallstatistik in Hessen: Eine Tendenz beunruhigt besonders
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Sonntag, 05.04.2026
Auf Hessens Straßen hat es 2025 mehr Unfälle mit Verletzten und Toten gegeben als im Jahr zuvor. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Alkoholunfällen. Insgesamt registrierten die Behörden knapp 20.000 Unfälle mit Personenschaden und 199 Verkehrstote.
In Hessen wurden im Jahr 2025 insgesamt 19.987 Verkehrsunfälle mit Personenschaden gezählt. Dabei verunglückten 25.853 Menschen. Gegenüber 2024 stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden um 4 Prozent, die Zahl der Verunglückten um 3 Prozent.
Wie aus der Jahresbilanz des Hessischen Statistischen Landesamts hervorgeht, blieb die Zahl der Unfalltoten nahezu unverändert. 199 Menschen kamen 2025 im Straßenverkehr ums Leben, das war ein Todesopfer mehr als im Vorjahr.
Besonders auffällig: mehr Alkoholunfälle
Deutlich nach oben ging die Zahl der Alkoholunfälle mit Personenschaden. Im Jahr 2025 wurden 1134 solcher Fälle registriert. Das waren 132 mehr als 2024, allerdings 68 weniger als 2023. Bei diesen Unfällen starben 15 Menschen.
Damit entwickelt sich ein Bereich wieder negativ, der bereits 2024 rückläufig war. Im Vorjahr hatte Hessen 1002 Alkoholunfälle mit Personenschaden gezählt, bei denen 14 Menschen ums Leben kamen.
Weniger Schwerverletzte trotz steigender Unfallzahlen
Bei der Zahl der Schwerverletzten zeigt die Statistik dagegen leicht nach unten. 3.203 Menschen wurden 2025 schwer verletzt, drei weniger als 2024. Nach Angaben des Landesamts ist das der niedrigste Wert seit Beginn der statistischen Aufzeichnungen im Jahr 1950.
Langfristig bleibt die Entwicklung bei den Todesopfern trotz der aktuellen Stagnation deutlich rückläufig. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 starben auf Hessens Straßen noch 365 Menschen.
Autos weiter größte Gruppe, viele Unfälle innerorts
Die größte Gruppe der Verunglückten waren auch 2025 Insassen von Autos. 14.253 Menschen und damit rund 55 Prozent aller Verunglückten saßen in einem Pkw. Unter den Todesopfern stellten sie mit 82 Personen beziehungsweise 41 Prozent ebenfalls die größte Gruppe.
Ebenfalls stark betroffen waren Radfahrer und Fußgänger. 4545 Radfahrer verunglückten, 20 von ihnen tödlich. Bei den Fußgängern wurden 2043 Verunglückte und 39 Todesopfer gezählt. Der größte Teil der Unfälle mit Verletzten oder Toten ereignete sich laut Jahresbilanz innerorts. (red)