DARMSTADT

Gewalt in ihrer Beziehung: Influencerin Michelle Schellhaas zeigt schockierende Fotos

Influencerin Michelle Schellhaas spricht über Gewalt in früherer Beziehung.
Foto: Instagram/Michelle Schellhaas
von Redaktion Kinzig News


Samstag, 11.04.2026

Michelle Schellhaas hat in einem emotionalen Instagram-Post über Gewalt in einer früheren toxischen Beziehung gesprochen. Die 30-Jährige schildert körperliche und psychische Verletzungen, beschreibt ihren Weg der Heilung und erklärt, warum sie sich gerade jetzt zu dem Thema öffentlich äußert.

Michelle Schellhaas hat sich mit sehr persönlichen Worten an ihre Community gewandt. Die Influencerin und frühere Teilnehmerin bei „Der Bachelor“ und „Bachelor in Paradise“ schrieb, sie habe Gewalt erlebt und lange gebraucht, um sich das einzugestehen. Begleitet wird der Text von mehreren Bildern, auf denen Verletzungen dokumentiert sind.

Im Zentrum ihres Beitrags steht nicht nur das Erlebte, sondern auch die Dynamik, die Betroffene in solchen Beziehungen festhalten kann. Schellhaas schreibt: „Ich habe Gewalt erlebt. Und trotzdem bin ich geblieben.“ Als Gründe nennt sie Angst, das Gefühl, es nicht allein zu schaffen, und die Schwierigkeit, sich die eigene Situation selbst einzugestehen.

Sie beschreibt körperliche und seelische Folgen

Nach ihren Angaben erlebte sie sowohl physische als auch psychische Gewalt. Diese Erfahrungen hätten sie, wie sie selbst schreibt, „komplett kaputtgemacht“. An anderer Stelle schildert sie, sie habe sich klein, verdreht und manipuliert gefühlt.

Zugleich macht Schellhaas deutlich, dass sie ihren Weg aus dieser Situation nicht als abgeschlossenen Prozess sieht. Schon zu Beginn ihres Textes schreibt sie: „Mein Lächeln kann mir niemand nehmen“ und beschreibt sich als jemanden, der sich mitten auf dem Weg der Heilung befindet.

Auslöser war die aktuelle Debatte um digitale Gewalt

Nach Darstellung von Schellhaas war auch die jüngste öffentliche Debatte um Gewalt gegen Frauen ein Grund dafür, nun selbst an die Öffentlichkeit zu gehen. Konkret verweist sie auf den Fall Collien Fernandes. Dieser habe sie dazu gebracht, mit der eigenen Geschichte nicht länger zu schweigen.

Ihre Botschaft richtet sich dabei nicht nur auf die eigene Verarbeitung, sondern ausdrücklich auch an andere Betroffene. Sie wolle, so schreibt sie, laut sein, keinen Täter schützen und zeigen, dass andere mit solchen Erfahrungen nicht allein sind.

Appell an Betroffene

Besonders eindringlich fällt ein Abschnitt aus, in dem Schellhaas anderen Betroffenen direkt Mut zuspricht. Dort heißt es: „Du bist nicht schuld. Nicht, weil du geblieben bist. Nicht weil du gehofft hast.“ Gerade dieser Satz verschiebt den Fokus weg von Schuldzuweisungen und hin zu einer Erfahrung, die viele Betroffene teilen: dass das Verbleiben in einer toxischen Beziehung von außen oft einfacher zu bewerten ist als von innen. 

Schellhaas macht ihren Beitrag damit nicht nur zu einem persönlichen Bericht, sondern auch zu einem öffentlichen Solidaritätszeichen. (red)