FRANKFURT AM MAIN / DEUTSCHLAND

Am letzten Ferientag: Flugbegleiter der Lufthansa streiken am Freitag

Rund 400 Starts und 300 Landungen fallen am Freitag allein am Frankfurter Flughafen aus ...
Archivfoto/Symboldbild: KN/Tobias Rehbein


Donnerstag, 09.04.2026

Rund 400 Starts und 300 Landungen fallen am Freitag allein am Frankfurter Flughafen aus ...

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat die Flugbegleiter der Lufthansa zum Streik aufgerufen. Der Arbeitskampf findet am Freitag, 10. April, im Zeitraum von 0:01 bis 22:00 Uhr statt. Bestreikt werden alle Abflüge der Deutschen Lufthansa AG von den Flughäfen Frankfurt und München. 

Zudem werden laut Gewerkschaft "alle Abflüge der Lufthansa CityLine von den Flughäfen Frankfurt, München, Hamburg, Bremen, Stuttgart, Köln, Düsseldorf, Berlin und Hannover betreikt".  

"Es liegt kein verhandlungsfähiges Angebot vor"


"Wir haben die Osterfeiertage bewusst von Arbeitskampfmaßnahmen ausgenommen, um die Auswirkungen für Reisende so gering wie möglich zu halten. Dass es nun dennoch zu Beeinträchtigungen bei der Rückkehr aus den Ferien kommen kann, ist uns sehr bewusst und wir bedauern das ausdrücklich. Umso klarer ist aber auch: Diese Situation wäre vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen", erklärt UFO-Vorsitzender Joachim Vázquez Bürger. 

Hintergrund des Streiks ist laut UFO "eine über Monate hinweg festgefahrene Verhandlungssituation zu einem neuen Manteltarifvertrag (MTV)". Über einen Zeitraum von fast fünf Monaten habe  Lufthansa aus Sicht der UFO deutlich gemacht, die Forderungen der Kabine nicht aufgreifen zu wollen. Die Verhandlungen seien aus Sicht der Gewerkschaft gescheitert. 

"Festgefahrene Verhandlungssituation"


"Nichts würden wir lieber tun, als diesen Konflikt am Verhandlungstisch zu lösen. Das Problem ist nicht fehlende Gesprächsbereitschaft auf unserer Seite, sondern das Ausbleiben eines Angebots, über das man überhaupt verhandeln kann", sagt Harry Jaeger, Leiter Tarifpolitik und Verhandlungsführer der UFO.

Mit dem Streik setze die Gewerkschaft nun den klaren Auftrag ihrer Mitglieder um. (red/sh)

Archivfoto/Symboldbild: KN/Tobias Rehbein