HESSEN

So stellt das Land Hessen die Weichen für die Zukunft der Luftrettung 

Staatsministerin Diana Stolz beim Luftrettungszentrum Kassel Christoph 7. 
Foto: HMFG/Tim Wegner


Donnerstag, 09.04.2026

Die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz hat den Startschuss für die Weiterentwicklung der Luftrettung in Hessen gegeben ...

„Die Rettung per Hubschrauber sorgt dafür, dass Menschen in Not umgehend Hilfe bekommen, wenn es besonders schnell gehen muss oder der Einsatzort schwer erreichbar ist. Damit das auch in Zukunft zuverlässig gelingt, entwickeln wir die Strukturen entlang der neuesten medizinischen und technischen Anforderungen weiter“, erklärte Stolz und verwies auf eine aktuell laufende Bestandsaufnahme der Strukturen und künftigen Bedarfe als Grundlage für die Modernisierung der hessischen Luftrettung.

"Zentraler Baustein unserer medizinischen Versorgung"


„Die Luftrettung ist ein zentraler Baustein unserer medizinischen Versorgung in Hessen. Sie wird deshalb gezielt in die aktuelle Weiterentwicklung des Versorgungsnetzes einbezogen. Die einzelnen Bereiche greifen eng ineinander – umso wichtiger ist es, sie bei der Weiterentwicklung gemeinsam zu betrachten und aufeinander abgestimmt fortzuentwickeln. Bei der Modernisierung unserer medizinischen Versorgung müssen wir übergreifend denken“, unterstrich Stolz.

Wie bereits bei der Entwicklung des neuen Krankenhausplans für Hessen sind auch für die neue Planung der Luftrettung fundierte Daten eine elementare Grundlage. Die dazu aktuell durchgeführte Bestandsaufnahme umfasst neben der Luftrettung auch die so genannten ärztlich begleiteten Sekundärtransporte. Dabei werden kritisch kranke Patientinnen und Patienten unter intensivmedizinischer Betreuung, Überwachung und Behandlung von einer Klinik in eine andere verlegt. Dies erfolgt mit speziell ausgestatteten Hubschraubern und Fahrzeugen, um beispielsweise eine spezialisierte Weiterbehandlung zu ermöglichen.

Mehr als 4.500 Hubschraubereinsätze geflogen


Im vergangenen Jahr wurden mehr als 4.500 Hubschraubereinsätze geflogen und mehr als 3.000 Transporte mit Intensivtransportwagen durchgeführt.

Auf Basis der Ergebnisse der Struktur- und Bedarfsanalyse werden die relevanten Beteiligten an einen Tisch geholt, um die nächsten Schritte zu planen. Dabei geht es konkret um Fragen wie: Wie viele Hubschrauber und Intensivtransportwagen werden künftig gebraucht? Wo sollten sie stationiert sein? Und wann müssen sie einsatzbereit sein?  Ziel ist, die Luftrettung und den Intensivtransport so aufzustellen, dass die passende Versorgung auch künftig schnell, zuverlässig und gut abgestimmt geleistet wird.

Die Analyse beleuchtet die aktuelle Situation der Luftrettung, bewertet die Versorgung von heute und wirft einen Blick auf die prognostizierte Entwicklung bis 2035. Dabei werden auch die Veränderungen durch die Krankenhausreform einbezogen, die neue Anforderungen an Rettungsdienste und Intensivtransporte mit sich bringen. (red)