FRANKFURT AM MAIN
Trauriges Schicksal: Warum das Tierheim Frankfurt für Chow-Chow Leo ein Segen ist
Foto: Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 e. V.
Samstag, 18.04.2026
Leo hat schlechte Haltung, Vernachlässigung und den Missbrauch durch seinen früheren Besitzer hinter sich. Im Tierheim zeigt sich der Chow-Chow heute freundlich, dankbar und menschenbezogen. Jetzt wartet der Rüde auf ein Zuhause, in dem er endlich dauerhaft zur Ruhe kommen kann.
Leo wurde von Behörden sichergestellt, nachdem sein früherer Besitzer ihn zum Betteln eingesetzt und ihn offenbar schlecht gehalten hatte. Für den Rüden dürfte der Aufenthalt im Tierheim deshalb zunächst fast wie eine Erleichterung gewesen sein.
Wie der Tierschutzverein Frankfurt am Main und Umgebung von 1841 schildert, freue sich Leo über jede freundliche Geste und jede kleine Aufmerksamkeit. Genau das zeichnet den Hund offenbar besonders aus: Trotz seiner Vorgeschichte zeigt er sich offen, brav und zugewandt.
Fell abgeschoren, Haut muss sich noch erholen
Auf älteren Fotos ist Leo noch mit der für Chow-Chows typischen vollen Mähne zu sehen. Im Tierheim musste sein Fell jedoch komplett abgeschoren werden, weil es so stark verfilzt war, dass Bürsten und Kämmen nicht mehr ausreichten.
Hinzu kommt eine Futtermilbenallergie, die nach Angaben des Tierheims vom Vorbesitzer nicht beachtet worden war. Deshalb braucht Leos Haut noch Zeit zur Regeneration. Zur Behandlung wird er derzeit zweimal pro Woche gebadet – was er erstaunlich gelassen mitmacht.
Freundlich zu Menschen und Hunden
Charakterlich gilt Leo als ausgesprochen angenehm. Er liebt es, mit Menschen zu kuscheln, geht gern ruhig spazieren und scheint auch nichts dagegen zu haben, entspannt in der Sonne zu liegen.
Auch mit anderen Hunden kommt er gut zurecht. Im Tierheim genießt er den gemeinsamen Auslauf mit zwei Hundekumpels. Ob er auch mit Katzen verträglich ist, kann auf Wunsch getestet werden.
Auch für Anfänger denkbar
Weil Leo insgesamt so freundlich und unkompliziert wirkt, hält das Tierheim sogar eine Vermittlung an Hundeanfänger für möglich. Wichtig ist vor allem ein ruhiges, liebevolles Zuhause, in dem man ihm Zeit gibt, ganz anzukommen.
Ob er es kennt, stundenweise allein zu bleiben oder problemlos im Auto mitzufahren, ist bislang nicht bekannt. Gegebenenfalls müsste er das noch lernen. Positiv ist immerhin: Seinen Zwinger hält Leo sauber.
Ein Zuhause statt bloßer Unterbringung
Leo ist ein Chow-Chow, männlich, nicht kastriert und wurde nach Tierheimangaben ungefähr im Dezember 2021 geboren. Wer ihm ein Zuhause geben möchte, holt damit keinen Hund mit spektakulären Ansprüchen, sondern vor allem einen, der endlich Verlässlichkeit und Zuneigung erleben soll.
Oder anders gesagt: Für Leo wäre die eigentliche Nachricht nicht mehr seine Vergangenheit, sondern dass nach dem Tierheim noch etwas Besseres kommt. Interessenten können sich per E-Mail an vermittlung-hunde@tsv-frankfurt.de wenden. Der Chow-Chow wird jedoch explizit nicht nach Frankfurt am Main vermittelt. (red)