KOBLENZ / WESTERWALDKREIS

Lotto-Gewinner stirbt vor Einlösung von gewaltiger Summe - dann kommt die Wende

Lottogewinn gilt auch über Tod des Spielers hinaus. (Symbolfoto)
Foto: Pixabay/Hermann
von Redaktion Kinzig News


Samstag, 18.04.2026

Ein Lottospieler aus dem Westerwaldkreis hat den Eurojackpot gewonnen, obwohl er zum Zeitpunkt der Gewinnziehung bereits tot war. Möglich wurde der ungewöhnliche Fall durch ein noch laufendes Spiel-Abo. Der Gewinn in Höhe von rund 703.600 Euro wird Teil des Nachlasses und an die Witwe ausgezahlt.

Wie der Glücksspielanbieter Lotto24 berichtete, entfielen auf den Mann aus Rheinland-Pfalz bei der Ziehung vom 10. März rund 703.600 Euro. Besonders an dem Fall ist, dass der Tipp zu Lebzeiten abgegeben wurde, das Spiel-Abo aber nach dem Tod des Mannes noch aktiv war. Dadurch blieb der Tipp gültig und konnte weiter an der Ziehung teilnehmen.

Gewinn fällt in den Nachlass

Nach Angaben von Lotto24 ist die rechtliche Lage in so einem Fall eindeutig: Der Gewinn gehört zum Nachlass und geht damit an die Erben über. Die Prüfung sei inzwischen abgeschlossen, das Geld werde an die Witwe ausgezahlt.

Für die Familie ist das eine ungewöhnliche Mischung aus Trauerfall und spätem Glücksfall. Der Mann selbst hat den Gewinn nicht mehr erlebt, finanziell kommt die Summe nun aber den Hinterbliebenen zugute. Diese Einordnung ergibt sich aus dem beschriebenen Ablauf und der Auszahlung an die Witwe.

Eurojackpot läuft europaweit

Beim Eurojackpot tippen Spieler fünf Zahlen aus 50 und zusätzlich zwei Eurozahlen. Die Lotterie wird in mehreren europäischen Ländern gespielt, gezogen wird zweimal pro Woche. (red)