MAIN-KINZIG-KREIS
Verkehrschaos vorprogrammiert? Auf diesen Straßen wird im Main-Kinzig-Kreis 2026 gebaut
Foto: Pixabay/Hans
Sonntag, 19.04.2026
Hessen Mobil hat das Bauprogramm 2026 für den Main-Kinzig-Kreis vorgestellt. Geplant sind Bauarbeiten an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen von Hanau bis Sinntal. Für Autofahrer besonders wichtig: Mehrere Projekte sind mit Vollsperrungen verbunden, andere ziehen sich über viele Monate oder sogar Jahre. Die Angaben stehen allerdings unter Finanzierungsvorbehalt, auch die Sperrungen sind teils noch nicht endgültig abgestimmt.
Auf Autofahrer im Main-Kinzig-Kreis kommt in diesem Jahr eine ganze Reihe größerer Baustellen zu. Das Spektrum reicht von Fahrbahnerneuerungen über Brückenarbeiten bis zum Umbau eines Knotenpunkts. Besonders ins Gewicht fallen Maßnahmen auf der B 276, in Schlüchtern, rund um Neuengronau und im Raum Hanau.
Wichtig für die Einordnung: Hessen Mobil weist selbst darauf hin, dass die Umsetzung der Maßnahmen noch von der endgültigen Finanzierungszusage abhängt. Außerdem seien die Sperrungen nur teilweise abgestimmt, die endgültigen Regelungen würden jeweils zeitnah vor dem Baustart festgelegt.
Wo es 2026 besonders eng werden dürfte
Die längste Maßnahme im Kreis betrifft die B 43a in Hanau. Dort soll ab November 2026 die Brücke über die L 3309, die DB-Strecke und die Industriegleise instandgesetzt werden. Das Bauende ist erst für Mai 2029 vorgesehen. Während der Bauzeit soll jeweils ein Fahrstreifen gesperrt werden.
Auf der B 276 in Brachttal, zwischen Schlierbach und Neuenschmidten, ist eine Erneuerung der Fahrbahndecke in den Ortsdurchfahrten geplant. Die Strecke ist 2,1 Kilometer lang. Vorgesehen ist eine abschnittsweise Vollsperrung mit Winterunterbrechung von Juli 2026 bis Juli 2027.
Ebenfalls auf der B 276 wird zwischen Biebergemünd-Kassel und dem Anschluss an die L 3199 bei Wächtersbach gebaut. Dort geht es um die Erneuerung der Fahrbahndecke auf freier Strecke und in der Ortsdurchfahrt. Die Maßnahme umfasst 4,8 Kilometer und soll von Juni bis Oktober 2026 unter abschnittsweiser Vollsperrung laufen.
Diese Landesstraßen sind betroffen
Auf der L 3009 zwischen Ronneburg-Hüttengesäß und Langenselbold ist eine Erneuerung der Fahrbahndecke auf freier Strecke geplant. Die Arbeiten auf 3,2 Kilometern sollen von September bis November 2026 unter Vollsperrung laufen.
In Schlüchtern ist an L 3180 und L 3292 ein größerer Umbau vorgesehen. Geplant sind ein Kreisverkehr am Knotenpunkt, die Erneuerung der Fahrbahndecken, der Rückbau eines Parkplatzes an der L 3292 sowie die Erneuerung eines Radwegs. Hessen Mobil rechnet dort mit einer Bauzeit von September 2026 bis Oktober 2027. Währenddessen soll es weitestgehend halbseitige Sperrungen geben, teilweise aber auch temporäre Vollsperrungen.
Bereits angelaufen ist die Maßnahme auf der L 3216 zwischen Wächtersbach-Aufenau und Bad Soden-Salmünster. Dort wird seit März 2026 die Fahrbahn auf 2,4 Kilometern erneuert. Geplantes Bauende ist Juni 2026, die Verkehrsführung erfolgt abschnittsweise unter Vollsperrung.
Auch eine Kreisstraße wird saniert
Besonders einschneidend dürfte die Lage in Sinntal-Neuengronau werden. Auf der L 3371 sind dort gleich zwei Maßnahmen vorgesehen: Zum einen die Erneuerung der Brücke über den Westernbach, zum anderen die Erneuerung einer Straßenstützwand am Lederhosenbach. Beide Projekte sollen von Juni 2026 bis Juni 2027 laufen und jeweils unter Vollsperrung umgesetzt werden.
Bei den Kreisstraßen taucht im Bauprogramm für 2026 die K 209 auf. Zwischen Birstein/Bös-Gesäß II und der Kreisgrenze zum Wetteraukreis soll die Fahrbahndecke auf freier Strecke erneuert werden. Die Maßnahme ist 0,9 Kilometer lang, geplant ist eine Vollsperrung von Anfang Juni bis Ende Juli 2026.
Der Überblick für Pendler und Anwohner
Unter dem Strich heißt das: Die größten Belastungen für den Verkehr dürften 2026 auf der B 276, in Neuengronau, in Schlüchtern und auf einzelnen Verbindungen rund um Langenselbold, Birstein und Bad Soden-Salmünster entstehen. In Hanau startet mit der B-43a-Brücke zudem noch ein Langläufer, der weit über das Jahr 2026 hinausreichen wird.
Für Autofahrer, Pendler und Anwohner bleibt damit vor allem eines wichtig: Die jetzt vorgestellten Zeiträume geben eine Richtung vor, endgültig festgezurrt sind sie noch nicht in jedem Detail. Hessen Mobil hat die Präsentation am 15. April 2026 in Gelnhausen vorgestellt und verweist ausdrücklich darauf, dass Finanzierung und Sperrkonzepte teilweise noch unter Vorbehalt stehen. (red)