HESSEN
Speedmarathon: Hessische Polizei zieht Bilanz - 10.248 Geschwindigkeitsverstöße geahndet
Symbolbild: KN/Jonas Wenzel (Yowe)
Donnerstag, 16.04.2026
Die hessische Polizei zieht nach dem gestrigen Speedmarathon Bilanz ...
An über 230 Messstellen in Hessen sind 352.004 Fahrzeuge gemessen worden. Im Einsatz befanden sich über 570 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kommunen.
10.248 Geschwindigkeitsverstöße geahndet
Bei den Kontrollen stellten die Einsatzkräfte trotz der angekündigten und zuvor veröffentlichten Messstellen 10.248 Geschwindigkeitsverstöße fest. Dies entspricht einer Beanstandungsquote (Verhältnis von Fahrzeugen, die zu schnell fuhren, im Vergleich zu allen gemessenen Fahrzeugen) von rund 2,9 Prozent.
Auf 103 Fahrerinnen und Fahrer, die zu schnell unterwegs waren, kommt nun ein Fahrverbot zu. In 39 Fällen leiteten die Kontrollierenden Strafverfahren ein, es wurden zu Beweiszwecken 44 Blutentnahmen durchgeführt.
Raser vor Schule aus dem Verkehr gezogen
Auf ein Strafverfahren muss sich ein Raser in Wiesbaden einstellen. Der Mann war nachmittags im Bereich einer Schule in der Stegerwaldstraße mit gemessenen 70 Stundenkilometern (Toleranz bereits abgezogen) in einer 30er-Zone nicht nur viel zu schnell unterwegs. An seinem Fahrzeug hingen zudem Kennzeichen eines anderen Autos. Im Laufe der Kontrolle ergaben sich ferner Hinweise darauf, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss am Steuer saß. Fast hätte er den Anhalteposten der Polizei übersehen, der ihn aus dem Verkehr zog. Seine Fahrt war beendet. Der Mann musste mit zur Dienststelle. Nach einer Blutentnahme und Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durfte er diese wieder verlassen.
Einsatzkräfte in Frankfurt am Main stoppten einen Lamborghini. Dessen Fahrer war (bereits mit abgezogener Toleranz) auf der Hanauer Landstraße mit 88 Sachen statt erlaubter 50 Stundenkilometer unterwegs. Neben zwei Punkten und 260 Euro Bußgeld muss der Mann nun auch einen Monat lang zu Fuß gehen.
Es hagelte Punkte in Flensburg
In Kassel wurde ein Auto nahe einer Schule (im Bereich Unterneustadt/Leipziger Straße) geblitzt, das mehr als doppelt so schnell wie erlaubt fuhr. Statt vorgeschriebener 30 Sachen fuhr die Person am Steuer selbst mit bereits abgezogener Toleranz 61 Stundenkilometer, was ebenfalls Punkte, ein Bußgeld und ein Fahrverbot nach sich zieht.
In Mittelhessen ergab die Kontrolle eines Opelfahrers mehrere Strafverfahren. Bei der Überprüfung an der Bundesstraße 457 nahe Gießen stellte sich heraus, dass die am Auto angebrachten polnischen Kennzeichen von einem anderen Fahrzeug stammen. Zudem besteht der Verdacht, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Seine Fahrt war damit nicht nur beendet, gegen ihn wurde zudem ein Strafverfahren eingeleitet.
Darüber hinaus mussten auch mittelhessische Beamte einen traurigen "Spitzenreiter" feststellen: Ein Motorradfahrer raste mit 101 Sachen durch eine Baustelle auf der Bundesstraße 255 nahe Herborn, obwohl dort Tempo 50 vorgeschrieben ist. Auch er wird demnächst einen Monat lang zu Fuß gehen müssen. Zudem kommen Punkte und ein Bußgeld auf ihn zu. (red)