FRANKFURT AM MAIN

Es geht um Millionen: Wird ein Spieler-Flop für Eintracht Frankfurt zum Geldsegen?

Eintracht Frankfurt könnte unerwarteter Geldsegen erreichen. (Symbolfoto)
Foto: Joshua Ziß/Unsplash
von Redaktion Kinzig News


Dienstag, 21.04.2026

Dass Noel Futkeu in Fürth eingeschlagen hat, ist in Frankfurt längst registriert worden. Der 23-Jährige zählt in der 2. Bundesliga zu den auffälligsten Angreifern, zuletzt machte er mit einem Dreierpack gegen Darmstadt erneut auf sich aufmerksam. In der laufenden Saison kommt er laut den Berichten inzwischen auf 15 Tore und fünf Vorlagen, nachdem er schon im Vorjahr mit elf Treffern und drei Assists überzeugt hatte.

Der eigentliche Punkt aus Frankfurter Sicht ist aber ein anderer. Wie zuerst Eintracht- und Transferexperte Christopher Michel berichtete und wie mehrere Medien aufgreifen, besitzt Eintracht Frankfurt bei Futkeu eine Rückkaufoption. Die soll bei rund 1,3 Millionen Euro liegen. Nach diesem Modell könnte die SGE den Angreifer im Sommer zurückholen, ohne ihn sportlich fest einzuplanen, sondern um ihn mit Gewinn weiterzuverkaufen.

Kleines Risiko, große Chance

Gerade diese Rechnung macht den Fall für Frankfurt interessant. Futkeu war 2024 für rund 250.000 Euro nach Fürth gewechselt; die Rückkaufklausel liegt laut früheren Berichten bei 1,3 Millionen Euro. Angesichts seiner Entwicklung wirkt das inzwischen wie ein überschaubares Investment.

Mehrere Berichte verweisen inzwischen auf einen Marktwert von rund fünf Millionen Euro. Je nach Interessentenlage könnte die tatsächliche Ablöse im Sommer sogar noch höher liegen. Genau deshalb wird das Thema für Eintracht nicht als sportliche Personalie, sondern vor allem als wirtschaftliche Chance betrachtet.

Fürth profitiert sportlich, Frankfurt womöglich finanziell

Für Greuther Fürth ist Futkeu derzeit vor allem sportlich enorm wertvoll. Für Eintracht könnte er dagegen nachträglich noch zu einem sehr lukrativen Geschäft werden. Die Konstellation ist ungewöhnlich, aber klar: Frankfurt hat den Spieler nicht mehr im Kader, hält sich über die Rückkaufoption aber offenbar die Kontrolle über den nächsten Transfer offen.

Ob die SGE diesen Plan am Ende genauso umsetzt, ist damit zwar noch nicht offiziell bestätigt. Die Richtung ist aber klar erkennbar: Aus einem früheren Regionalliga-Stürmer, der in Frankfurt keine echte Profiperspektive bekam, könnte für den Klub im Sommer noch ein unerwarteter Geldregen werden. (red)