HANAU
Notschlafstelle "Schneckenhaus": 104 Menschen in der Frostperiode Obdach gegeben
Foto: Caritas-Verband für den MKK
Freitag, 24.04.2026
Die Notschlafstelle „Schneckenhaus“ im Franziskus-Haus hat ihren Betrieb nach 138 Nächten bis zum nächsten Winter geschlossen. Das wichtige Ziel „Keiner darf erfrieren“ konnte auch diesmal wieder erreicht werden.
„Unsere Notschlafstelle ist für Menschen ohne festes Zuhause eine wichtige Anlaufstelle in den Wintermonaten“, stellt Einrichtungsleiter Johannes Krause fest. Dass dieses Angebot auch im Winter 2025/2026 rege genutzt wurde, unterstreiche, wie wichtig verlässliche Angebote und eingespielte Strukturen für die Betroffenen besonders in der kalten Jahreszeit seien.
Ein warmer und sicherer Schlafplatz
Vom 20. November bis 7. April wurde das Angebot von 104 verschiedenen Personen, davon 18 Frauen, in Anspruch genommen. Insgesamt erfolgten in den Abend- und Nachtstunden 1.188 Aufnahmen von obdachlosen Menschen. „Das ist erneut eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr“, wie Einrichtungsleiter Johannes Krause feststellt. In der Saison 2024/2025 hatte es 719 Übernachtungen gegeben.
Alle hilfesuchenden Personen wurden zentral über das Team der Sozialhelfer des Franziskus- Hauses entweder direkt in der Notschlafstelle „Schneckenhaus“ untergebracht oder an die städtischen Notunterkünfte vermittelt. In der Notschlafstelle des Franziskus-Hauses fanden 278 Übernachtungen statt. Ziel der Notschlafstelle ist es, durch die hausinterne Beratungsstelle die hilfesuchenden Frauen und Männer am nächsten Tag in weiterführende Hilfen zu vermitteln.
"Keiner darf erfrieren"
Die Stadt Hanau konnte weitere Notschlafplätze für akut obdachlose Menschen in anderen Gebäuden vorhalten. „Dank der bewährten und guten Zusammenarbeit mit der Stadt Hanau und der Objektbetreuung der städtischen Unterkünfte konnten wir so auch in dieser Saison wieder allen Menschen, die in den Abend- und Nachtstunden zu uns kamen, einen sicheren und warmen Schlafplatz vermitteln“, so Krause.
Auch Bürgermeister Dr. Maximilian Bieri lobt die Zusammenarbeit im Netzwerk zwischen Bundes-, Landes-, und Stadtpolizei, Krankenhäusern, Rettungsdiensten, dem Amt für Wohnhilfen und Soziales der Stadt Hanau, dem Amt für Teilhabe und Soziales des Main-Kinzig-Kreises und dem Franziskus-Haus.
„Das Ziel „Keiner darf erfrieren“ konnten wir wieder gemeinsam erreichen“, stellt er zufrieden fest und ergänzt, dass auch außerhalb der Frostperiode die Beratungsstellen der Obdachlosenhilfe der Stadt Hanau, der Stiftung Lichtblick sowie des Franziskus-Hauses weiterhin ganzjährig für Menschen in Wohnungsnotfällen erreichbar sind.
Nähere Informationen über das Franziskus-Haus erhaltet Ihr unter der Telefonnummer 06181/3609-0 oder unter www.franziskus-haus-hanau.de. (red)