HANAU
Immer mehr Vandalismus auf Hanauer Spielplätzen: Stadt will rigoros dagegen vorgehen
Fotos: Stadt Hanau/Moritz Göbel
Donnerstag, 23.04.2026
Hanau verzeichnet eine zunehmende Zahl von Vandalismus-Vorfällen auf Spielplätzen im gesamten Stadtgebiet ...
Den jüngsten Fall gab es auf dem Spielplatz im Schlossgarten, der aktuell erneuert wird. Hier haben sich Unbekannte unbefugt Zutritt zur Baustelle verschafft und frisch gelieferte Spielgeräte beschmiert. Die Stadt hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet und lässt die Schäden umgehend beseitigen.
"Vandalismus kostet Geld und trifft unsere Kinder"
„Es ist absolut unverständlich, dass selbst neue und noch nicht eröffnete Spielanlagen mutwillig beschädigt werden“, sagt Stadträtin und Ordnungsdezernentin Isabelle Hemsley. „Hier wird nicht nur öffentliches Eigentum zerstört, sondern vor allem auch den Kindern und Familien in unserer Stadt geschadet, die sich auf diese Angebote freuen.“
Der Vorfall im Schlossgarten reiht sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse in den vergangenen Monaten ein: So musste der Spielplatz in der Dresdener Straße in Kesselstadt bereits kurz nach seiner Neueröffnung wegen Vandalismusschäden vollständig gesperrt werden. Nun stehen umfangreiche Reparaturarbeiten an, die beschädigten Spielgeräte werden überprüft und instandgesetzt. Zusätzlich erfolgen Arbeiten an Wegen, Aufenthaltsflächen und angrenzenden Grünbereichen. Außerdem wurde im Bürgerpark Hochgericht die erst wenige Monate alte, nachhaltige Toilettenanlage mehrfach Ziel von Vandalismus. Die Stadt hat auch hier Anzeige erstattet.
Holzschweine mehrfach Ziel von Vandalismus
In der
Innenstadt kam es ebenfalls wiederholt zu Beschädigungen. Auf dem
Spielplatz am Schweinemarkt wurden die markanten Holzschweine mehrfach
Ziel von Vandalismus (KINZIG.NEWS berichtete).
Nachdem bereits im Frühjahr 2025 Teile der Figuren für rund 950 Euro
erneuert werden mussten, verursachten weitere Schäden und Schmierereien
weitere Reparaturkosten in Höhe von knapp 1.700 Euro.
Bei der
Aufklärung der Taten will die Stadt den Druck erhöhen. „Das sind keine
Bagatellen, sondern Straftaten, die wir konsequent verfolgen. Wir werden
alles daransetzen, Täter zu identifizieren und mit allen rechtlichen
Mitteln zur Rechenschaft zu ziehen“, so Ordnungsdezernentin Isabelle
Hemsley. Vandalismus dürfe kein folgenloses Delikt bleiben.
Videoschutzanlagen sollen ausgebaut werden
Deshalb setzt die Stadt neben verstärkter Strafverfolgung gezielt auf präventive Maßnahmen, wie den Ausbau von Videoschutzanlagen, unter anderem im Schlossgarten. „Wer öffentliche Einrichtungen beschädigt, muss damit rechnen, entdeckt zu werden. Videoschutz kann dabei helfen, Täter zu identifizieren und solche Taten im besten Fall bereits im Vorfeld zu verhindern.“
Die Stadt Hanau appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, aufmerksam zu sein und verdächtige Beobachtungen konsequent bei der Polizei zu melden, um gemeinsam die öffentlichen Räume zu schützen und lebenswert zu erhalten. (red)