LANGENSELBOLD/A 66
Entenküken auf der Autobahn 66: Warum plötzlich nichts mehr ging
Foto: Polizeipräsidium Südosthessen
Freitag, 24.04.2026
Auf der Autobahn 66 ging am Donnerstagnachmittag plötzlich nichts mehr. Doch der Grund für den ungewöhnlichen Stillstand sorgte bei vielen wohl eher für ein Schmunzeln als für Ärger.
Zwischen der Anschlussstelle Langenselbold und dem Langenselbolder Dreieck musste der Verkehr gegen 16.30 Uhr kurzzeitig gestoppt werden. Der Grund: eine kleine Entenfamilie hatte sich ausgerechnet die viel befahrene Autobahn als Ausflugsroute ausgesucht.
Polizei und Feuerwehr im tierischen Einsatz auf der A 66
Zunächst rückte eine Funkstreife aus, nachdem die Tiere gemeldet worden waren. Vor Ort schien zunächst alles ruhig – keine Spur von Enten auf der Fahrbahn. Doch wenig später verdichteten sich die Hinweise: Die Entenküken hatten sich im dicht bewachsenen Mittelschutzstreifen versteckt.
Um die kleinen Tiere sicher aus dem Gefahrenbereich zu holen, wurde die Autobahn in beide Richtungen vorübergehend gesperrt. Gemeinsam mit einem aufmerksamen Bürger, zwei Funkstreifen und der Feuerwehr Langenselbold lief schließlich die Rettungsaktion an.
Zehn Küken sicher ins Wildtierzentrum gebracht
Mit Erfolg: Alle zehn Küken konnten unverletzt eingefangen werden. Das Muttertier war zuvor offenbar davongeflogen und wurde später nicht mehr entdeckt. Für die kleinen Ausreißer ging es danach nicht zurück ins Grüne, sondern in ein Wildtierzentrum, wo sie nun versorgt werden. Nach rund 30 Minuten war die A66 wieder frei.
Die Polizei erklärte dazu: „Danke für Ihre Geduld – auch wenn Stillstand im Feierabendverkehr besonders schwerfällt. In diesem Fall hat sich das Warten jedoch gelohnt, denn es ging um das Leben einer kleinen Entenfamilie.“